29/04/2020
Digitales Museum, 29. April:
Gespräch mit unserem Museumswirt Franz Noll
Franz Noll ist seit 2017 Pächter der Museumsgaststätte Ochsen. Auch er ist von der Coronakrise betroffen, darf er doch seine Gaststätte laut Verordnung nicht öffnen. Was das für ihn bedeutet, wie er darauf reagiert und was er sich für die Zukunft wünscht, darüber hat das Museumsteam mit ihm gesprochen.
"Die Gastronomie wurde schnell und hart getroffen. Darunter auch ich mit der Museumsgaststätte Ochsen. Es wurden alle Veranstaltungen abgesagt wie Hochzeiten, Familienfeiern, Vereinsfeste aber auch alle Bustagesreisen. Was mir persönlich fehlt sind die Besucher im Freilichtmuseum.
Nicht nur der schöne Biergarten ist ausgestorben, sondern im Museum herrscht ein Stille wie in der Winterpause und dies bei herrlichstem Wetter.
Noch vor der Betriebsuntersagung haben wir seit dem 15. März einen siebentägigen Liefer- und Abholdienst eingerichtet.
Dieser Service wird gerne angenommen, vor allem an den Wochenenden und Feiertagen. Da ich die Speisen selbst ausfahre bin ich im persönlichen Kontakt mit unseren Gästen. Die aufmunternden Worte und die positive Resonanz geben uns auch den Mut und die Kraft weiterzumachen und zu hoffen das es bald ein geordnetes Eröffnen unserer Lokale gibt.
Ganz besonders möchte ich mich noch bei Herrn Knittel und dem Donaubergland-Team bedanken für ihre Unterstützung der Gastronomie, wie zum Beispiel mit der Gutscheinaktion . Diese wird überregional wahrgenommen und von anderen auch kopiert.
Was ich mir für die Zukunft wünsche? Erst einmal das wir alle gesund bleiben und wir mit sowenig wie möglichem Schaden aus dieser Pandemie hervorgehen. Natürlich auch das wir bald wieder normal arbeiten können. So schwer es mir zurzeit als Gastronom auch fällt wünsche ich eine geordnete Öffnung, so dass wir nicht gleich in eine zweite Welle der Pandemie fallen.
Ich freue mich jetzt schon euch wieder im Freilichtmuseum und im Ochsen zu sehen."