07/03/2018
Nächste Woche geht es weiter - wir freuen uns schon drauf!!
" Frischetheke "
Sonnabend
17. März
20.00 Uhr
Richard Koch Quartett
Die junge Musik-Szene präsentiert sich
Der Eintritt zu den Veranstaltungen beträgt 7,50 Eur, Schüler und Studenten bezahlen nur 5,- Eur. Beginn: 20 Uhr.
HEUTE IM ANGEBOT: RICHARD KOCH QUARTETT
The Sound Of Humus!
Im Wald mit dem Richard Koch Quartett.
Die Trompete sucht immer das Holz, sagt Richard Koch. Einen natürlichen Resonanzraum.
Na, und wo findet der Mensch das Holz?! Im Wald. Albumtitel gefunden.
Aber Richard Koch hat die Stücke auf seinem Debütalbum tatsächlich auch im Wald komponiert. Und zwar nicht in einem naheliegenden Forst in Brandenburg oder Mecklenburg, sondern auf der niederländischen Insel Vlieland.
Auf so einer Insel ist ein Wald ja selbst eine Art Insel. Ein Zufluchtsort. Ein Schutzraum. Ein System im System. Das Spiel der Elemente: Für Fische sind Seen Inseln, wusste schon Alexander Kluge zu berichten.
Auch Richard Koch ist ein Psychedeliker der feinsten Sorte. Immer findet sich bei ihm das Große im Kleinen, und im winzig Kleinen wiederum das ganze Große.
Melancholie und Witz übergeben seine Quartettmitglieder einander wie einen kostbaren Staffelstab, dabei hat der Herr Koch immer einen klaren Ton auf den Lippen und ein offenbar großes Vergnügen daran, im Klangwald mit allen Elementen zu verschmelzen und zu verwachsen.
The Sound Of Humus!
Den 1979 im österreichischen Tulln an der Donau geborenen Trompeter und seit fast zwanzig Jahren in Berlin ansässigen, interdisziplinären Künstler beschäftigen vor allem die fließenden Übergänge:
Von der Wurzelschicht (der Bassbereich?) bis zur Baumschicht (die Obertöne?) und als fallendes, welkes Blatt schließlich wieder nach unten in Richtung Wurzelschicht. Ein Zen-Trompeter!
Richard Koch erinnert uns mit seinem leichtfüßigen, Hans-guck-in-die-Luft-Spiel an den großen Tijuana-Trompeter und Entrepreneur Herb Alpert. Oder an den gedämpften Donald Byrd.
Aber immer wieder wird es in seinem Quartett kindlich verspielt, rappelnd und aufbrausend wie im Willem Breuker Kollektief. Wir befinden uns schließlich auf einer niederländischen Insel.
Aber bevor es zu clownesk wird, spielt Richard Koch uns lieber wieder weiterkomponierte, besinnliche Fugen der Photosynthese vor, die ihm erst gestern die Waldvögel mit auf den Weg gegeben haben. Aber nicht nur die Vögel - der ganze Wald musiziert! Ein komplexes, organisches System. Ein Orchester!
Eintritt:
Schüler und Studenten 5 € / Erw. 7,50 €