17/06/2020
Bartender-Gedanken-Garn(1)
Kill your Drink!
Abschneiden, Auspressen, Einschmieren, Anzünden!
Es gibt viele Wege ein Getränk, mit einem simplen Handgriff, dem aromatischen Tode zu überantworten.
Zesten, also ein Stückchen Schale einer Zitrusfrucht, sind sicherlich einer davon.
Unbestritten sieht es um Längen besser aus, wenn man ein möglichst langes Stück Zitronenschale o.ä. als Garnitur benutzt, als eines, welches ungefähr der Größe eines Daumennagels entspricht.
Aber, genau dieses kleine Stück ist vollkommen ausreichend, um dem Drink den erwünschten, aromatischen Kick zu verleihen.
Natürlich ist es ein guter Showeffekt, das lange Schalenstück komplett über dem Drink auszupressen, dann am besten noch den Rand des Glases,den Stiel desselben und den einen oder anderen Kollegen oder Gast damit einzureiben, aber ein aromatischer Nutzen ist hier kaum zu konstatieren.
Es sei denn, man möchte einen simplen Gin & Tonic in einen,einem Glasreiniger ähnlichen, Rachenputzer verwandeln. Unter diesen Umständen: Vollgas und den Lemon-Bitters nicht vergessen.
Vielleicht reicht es aber auch vom langen, dekorativen Schalenstück, nur einen Teil auszupressen, und ganz vielleicht nutzt ein Schäler, der einen Großteil der weißen, bitteren
Innenhaut an der Frucht zurück lässt, sofern man sich nicht 'im Gästeglas mazerierten Orange-Bitters' aus den Resten zusammenkippt.
Anzünden! Zündeln sieht immer spitze aus.
Schmeckt aber nicht unbedingt allen, die sich durch die ruhrpottwürdige Smog-Glocke aus verbranntem Öl und Wachsresten zu ihrem Drink vorarbeiten müssen.
Wer es partout nicht lassen kann:
Wunderkerzen!
Letztere sorgen auf jeden Fall dafür, dass man sich über Aromen nun wirklich keine Sorgen mehr machen muss.
Nein, gleich die ganze Bude abzufackeln, ist keine Alternative.
🔥
Um es mit den Worten Viktor Hackers zu sagen: 'Es bleibt schwierig.'
😊