25/09/2025
*** finales update 26.09. 12:00 uhr***
Wir werden aus u.g. Gründen vom 02.10-04.10. zu lassen.
Diese Entscheidung fällt uns nach gründlichem abwägen nicht leicht.
Wir haben vor Corona jahrelang sehr erfolgreich und zur Zufriedenheit aller Gäste, auch des Veranstalters (Stadt Saatbrücken) den Bierstand direkt vor unserer Kneipe am Brunnen betrieben.
Dies ist bekannt.
Wahrscheinlich weil wir leider das falsche saarländische Bier („Zwickel“ und „Saarbrücker Hell“) anbieten wurde er uns zum Einheitsfest nicht mal als Ausgleich angeboten.
(wir hätten selbstverständlich dafür auch den gleichen Preis gezahlt für den Standplatz, ich leb ja nicht hinterm Mond…)
Als Fazit nach diesen zwei Ereignisreichen Tagen zwei Dinge:
1. Möge sich dies so bitte bitte im Zukunft nicht nochmal wiederholen.
Denn egal was andere sagen:
Man hat viele viele Jahre Vorlauf dieses Fest zu planen, denn es ist auf x Jahre bekannt welches Bundesland es wann austrägt da es reihum geht.
Auch die aktuelle Landesregierung als Veranstalter ist bekanntermaßen bereits 3,5 Jahre im Amt.
Aber erst eine Woche vorher wird den ortsansässigen Gastronomen bekannt gegeben was sie dürfen oder nicht dürfen und wir/ich hatten keinen Einfluss drauf.
Das sind Fakten.
2. Vielen Dank für den Zuspruch und die angebotene Hilfe von verschiedensten Stellen nicht nur an uns, sondern auch andere ebenso Betroffene.
Dank euch konnten wir den schaden ja doch erheblich reduzieren.
Das bedeutet uns sehr viel.
Euer Thomas
***update 25.09. 15:30 uhr***
Ein kurzfristiges treffen heute mittag mit hochrangigen Vertretern seitens Stadt, Staatskanzlei und seitens des umsetzenden Veranstaltungsunternehmens hat zu folgendem Ergebnis geführt:
Wie dürfen vor und nach dem Fest die Fläche vor dem Marktbrunnen mit nur ganz kleinen Abstrichen nutzen,
Darüber sind wir sehr froh und dankbar!!!
(Das war ja gestern bereits unsere Frage ans Ordnungsamt ob der Fluchtweg fürs dreitägige Fest unbedingt für ganze neun Tage freigehalten werden muss).
Wir sind Herrn Grimm als Initiator dieses Gesprächs und auch den anderen Beteiligten dankbar dass zumindest hier ein Entgegenkommen möglich war.
Für die Zeit des Festes selbst bleibt aufgrund der nicht-Nutzbarkeit der Aussenfläche und eines nicht von uns betriebenen Bierstandes direkt am Brunnen jedoch die Lage desaströs,
Daran kann man jetzt auch nichts mehr ändern.
Das verstehe ich.
Ich will da jetzt auch nicht weiter drauf rum reiten,
sondern dies nur erwähnen weil es für uns ein ausschlaggebender Faktor ist ob wir vom 02.-04.10. öffnen.
So sehr wir uns über das o.g. Entgegenkommen freuen bleibt die Planung des Festes an sich und die kurzfristige Kommunikation für uns also dennoch ein sehr schwieriges Thema.
Wir haben definitiv vor und nach dem Fest ganz normal für euch geöffnet,
während des Festes ist es aber gut möglich dass wir aus wirtschaftlichen Gründen zu lassen,
Nicht aus Lust und Laune,
Sondern weil unter den gegebenen Umständen nicht absehbar ist ob wir überhaupt einen wirtschaftlich sinnvollen reibungslosen Betrieb gewährleisten können.
Und sorry,
Nach dem ganzen hin und her weiche ich hier mal von unserer normalen denke ab,
„Das man mal schaut und das Beste draus macht“.
Wer die Kneipe kennt, weiß dass man wenn viele auf Toilette wollen aufgrund der baulichen Gegebenheiten schnell an einen Punkt kommt an dem man nur schwerlich an der Theke noch etwas bestellen kann.
Das wird dann zum Teufelskreis,
Denn vor der Tür steht ja wie gesagt wenige Meter entfernt ein Ausschankwagen als alternative.
Euer Thomas
***********
Liebe Gäste,
Leider dürfen wir euch nicht nur am Einheitsfest selbst,
sondern auch drei Tage davor und danach nicht auf unserer Terrasse begrüßen
(29.09.-07.10. einschl.)
Nicht mal ein kleiner „Rauchertisch“ ist uns gestattet.
Ohne jegliche Vorwarnung wurde uns dies erst vier Tage zuvor am 24.09. mitgeteilt.
Dieses enorm Geschäftsschädigende gebaren seitens der Landesregierung als Veranstalter nehmen wir nicht stillschweigend hin.
Auch dass die Stadt (Ordnungsamt ist zuständig für die Aussenbestuhlung) als exekutives Organ jegliche Verantwortung von sich weist,
bei Übergabe des Schreibens gegen Unterschrift lediglich lapidar mündlich an das Innenministerium verweist ohne einen konkreten Ansprechpartner zu nennen und für Rückfragen selbst nicht erreichbar ist nachdem man den ersten Schock verdaut hat,
ist in unseren Augen ein Armutszeugnis sondergleichen.
Einzige mündliche Hilfestellung der Landeshauptstadt bei Übergabe des Schreibens:
„Falls sie die Stühle, Tische und den Schirm wegfahren müssen denken sie dran dass das befahren Sonntags untersagt ist, also bereits am Samstag 27.09. zu erledigen ist“
(=> 11 Tage ohne Terrasse wenn wir es nicht innen rein stellen!!)
Wenn dir Unrecht geschieht,
dich alle im Stich lassen und sich niemand für dich einsetzt,
Dann musst du es selbst tun.
Wir sind bitter enttäuscht von ALLEN Behörden/öffentlichen Stellen.
Wir Gastronomen und Ladenbetreiber haben in den vergangenen Monaten mehrmals nachgefragt, wie der Plan ist und ob es für uns Auswirkungen geben wird.
Immer gleiche Antwort der Stadt:
„Das wissen wir selbst noch nicht so genau,
Da ist noch nichts spruchreif,
Für die Planung ist die Staatskanzlei zuständig.“
Die Planung zur Durchführung eines solchen Festes erfolgt viele Wochen, gar viele Monate im voraus.
Warum wurde diese für uns so unglaublich wichtige Entscheidung also so lange unter Verschluss gehalten?
Und von wem?
Wie bitte sollen wir planen?
In unmittelbarer Nachbarschaft gab es allein dieses Jahr auch aufgrund der schweren Zeiten für Gastronomiebetriebe zwei Schließungen.
Der Bund beschließt die Mehrwertsteuersenkung für Speisen von 19% auf 7% „um die gebeutelte Branche zu unterstützen“.
Was macht unsere Landesregierung?
Sie macht sich zum Einheitsfest Sorgen um die eigene Aussenwirkung,
Ihren Auftritt auf der großen Bühne,
freut sich öffentlich ausgiebig auf Macron,
feiert sich im vornherein selbst für ein Fest für dass sie nichts kann,
welches sie aber gerade für die Ortsansässigen völlig am vermasseln ist und tritt obendrein stellenweise das örtliche (Gast)Gewerbe mit Füssen.
Nur ein weiteres Beispiel sind
Strassensperrungen die vermeidbar sind, wenn man es nur wirklich will!
Warum muss z.b. mit aller Gewalt die WHB als Hauptschlagader der Innenstadt gesperrt werden um als Austellungsfläche zu dienen obwohl es beim letzten Einheitsfest unterhalb des Museums/Staatstheaters doch wirklich toll geklappt hat mit den Ständen von THW usw…
Und das obwohl die „Generalprobe“ am diesjährigen Saarspektakel bereits ein Debakel war.
(Welches übrigens dennoch wider besseren Wissens als „gelungene Generalprobe mit wenigen abstrichen“ kommuniziert wurde).
Fast alle Gäste mit denen ich sprach fanden das diesjährige Saarspektakel absolut unterirdisch im vergleich zu früher,
von wenigen Lichtblicken abgesehen.
Bei der Planung dieses Einheitsfestes rund um den 3. Oktober wurden grundsätzlich falsche Prioritäten gesetzt.
Einen Verantwortlichen zu finden scheint nachträglich im Dickicht des Zusammenhalts der Fehlentscheider und Duckmäuser illusorisch.
Was eine Feier von uns Saarländern mit und für den Rest des Landes und darüber hinaus sein soll ist bereits jetzt stellenweise ein bloßes Ärgernis für Anwohner, Gewerbetreibende und deren Mitarbeiter in der Innenstadt.
Es droht ein Fest der schönen Bilder zu werden die im Nachhinein verklärend über die begangenen groben Planungsfehler gelegt werden.
Bleibt zu hoffen dass dies ein letzter Ausrutscher war und kein Vorgeschmack auf einen Zeitenwandel hin zu völliger Entfremdung
zwischen Bürgern sowie Wirtschaft auf der einen
und legislativen sowie exekutiven Organen welche für Rahmenbedingungen verantwortlich zeichnen auf der anderen Seite.
Ich für meinen Teil brauche keine Stadt die in guten Zeiten ständig fragt wie es mir geht,
ob ich Anliegen habe,
Volksnähe vermittelt,
verspricht sich für mich einzusetzen,
mich dann aber in den wichtigen Momenten scheinbar vergisst und bei Rückfragen nicht mal erreichbar ist.
Kleiner Tipp an die Stadt:
Einfach mal „Nein“ sagen wenn von höherer Stelle was völlig hanebüchenes verordnet wird.
Sorgt auch für Mordsärger, zeugt aber von Rückgrat und Unterstützung für die Ortsansässigen und Gewerbetreibenden.
Ist schliesslich immer noch unsere Stadt…
Euer Thomas