20/11/2023
Hallo Regierung,
HABT IHR DEN KNALL NOCH NICHT GEHÖRT?
Wir fühlen heute eine Mischung aus Wut, Frustration und Enttäuschung.
Unsere Dienstleistung und unser Einsatz – rund um die Uhr – ist einfach nichts wert.
Wir, die wir Arbeitsplätze schaffen, Fachkräfte ausbilden, Nachhaltigkeit vorleben, auf Saisonalität und Regionalität setzen, werden nun mit der nächsten Bürde belastet.
HABT IHR DEN KONTAKT ZUR REALITÄT VERLOREN?
Was habt ihr euch dabei gedacht? Habt ihr darüber nachgedacht, wie viele kleine Betriebe dadurch an den Rand des Ruins getrieben werden? Ist das eure Vorstellung von wirtschaftlicher Förderung?
Es müssen alternative und nachhaltige Wege gefunden werden um Einnahmen zu generieren, ohne die Existenz einer gesamten Branche zu gefährden.
Eine Effizienzsteigerung in der öffentlichen Verwaltung würde vermutlich schon Einiges bewirken.
Bei unseren Nachbarn sieht es so aus:
2,5% statt 7,7% in der der Schweiz
7% statt 19% in Frankreich
12% statt 21% in Belgien
10% statt 20% in Österreich
9% statt 21% in Holland
Bei uns wird wie folgt unterschieden:
Essen im Supermarkt 7% MwSt.
Essen zum Mitnehmen 7% MwSt.
Essen im Stehen 7% MwSt.
Essen liefern lassen 7% MwSt.
ESSEN IM RESTAURANT 19% MwSt.
Wie kann das sein, dass wir hier mit den gleichen verderblichen Produkten arbeiten, mehr Leistung erbringen, höhere Kosten tragen und dennoch steuerlich differenziert bzw. benachteiligt werden?
Wir werden unsere Preise nun um 12% erhöhen müssen und treffen damit genau die Falschen. Für Unternehmen sind diese Erhöhungen irrelevant, da die Ausgaben der MwSt. sowieso geltend gemacht werden und somit auch kein Cent zusätzlich in unseren Haushalt fliest. Eventuell sogar weniger, wenn sich einige nicht dazu durchringen können diese drastische Erhöhung vorzunehmen.
Die Vielfalt und insbesondere die Qualität der kulinarischen Landschaft im gesamten Land wird durch die Erhöhung der Steuer nun massiv beeinträchtigt und die Kaufkraft in den Restaurants wird sinken – die versprochenen Mehreinnahmen durch erhöhte Steuern bleiben aus.
Alles in allem gibt es hier nur Verlierer.
Mit enttäuschten Grüßen,
Jürgen Menges