31/12/2025
Ein neues Kapitel für den Bastard Club - Rückblick, Dank und Aufbruch:
Liebe Freunde und Unterstützer des Bastard Clubs, liebe HC Family e.V.,
hinter uns liegt ein Jahr, das man wohl nur als „Achterbahnfahrt“ beschreiben kann. Es war verrückt, es war traurig, es war unheimlich spannend – aber vor allem war es eines: motivierend.
Nach fast 15 Jahren mussten wir am 1. Mai 2025 schweren Herzens den Bastard Club an der Buerschen Straße 8 für immer schließen. Dass wir überhaupt bis zum Ende gekämpft haben, lag allein an euch. Eure Unterstützung war der Treibstoff, der uns die Motivation gab, den Umbau dort überhaupt in Erwägung zu ziehen. Doch die Realität war hart: Die bürokratischen Hürden und Handwerkskosten für den Brandschutz hatten uns bereits in ein hohes fünfstelliges Minus gedrückt. Als uns Experten aus den eigenen Vereinsreihen vorrechneten, dass ein vollständiger Brandschutzumbau an der Buerschen Straße über 350.000 € kosten würde, war für Vorstand, Crew und Unterstützer klar: Das ist in der heutigen Zeit wirtschaftlich nicht mehr darstellbar.
Es folgten Tage der Ungewissheit. Doch durch eure Tipps und Ideen - und vor allem durch die Unterstützung von Zeljko, Arigo und dem Verein zur Musikförderung e.V. - entstand eine neue Vision: Die Rückkehr in die gute alte Skatehalle Osnabrück. Jener Ort, an dem wir bereits von 2005 bis 2010 Legenden wie Volbeat, Sabaton, Heaven Shall Burn, K.I.Z., Exodus, Pro Pain und viele mehr begrüßen durften.
Ein Kraftakt der Künstler und der Szene:
Besonders berührt hat uns die Solidarität der Bands. Seit dem Spätsommer haben sich über 200 Künstler gemeldet, die bereit waren, „for free“ für die Zukunft des Bastard Clubs auf die Bühne zu gehen. Da wir leider nicht alle gleichzeitig unterbringen konnten, haben wir seit Herbst 2025 insgesamt sechs große Benefizkonzerte auf die Beine gestellt. Durch diese Shows, das Herzblut der Musiker und eure Anwesenheit konnten vorerst alle offenen Rechnungen bezahlt und das tiefe finanzielle Loch der letzten zwei Jahre endlich gestemmt werden. Das ist pure Szenen-Power!
Ein besonderer Dank gebührt auch der AUBOWINA, namentlich Herrn Nagel. Er hat uns nicht nur fair aus dem Pachtvertrag des Clubs entlassen, sondern uns den Club weitere sechs Monate pachtfrei als Lager nutzen lassen. Das hat uns in einer Zeit, in der uns wirtschaftlich und persönlich das Wasser bis zum Hals stand, unheimlich viel Druck genommen.
Warum „Der kabellose Klaus“ unser Anker ist:
Dass wir heute positiv nach vorne schauen können, liegt auch an einer ganz bestimmten Personalie: unserem Haustechniker, Elektriker und Freund „Klaus“. Es ist für uns überlebenswichtig, ihn fest im Boot zu haben. In Deutschland sind 90 % der Tontechniker selbstständig. Deren Tagespauschalen liegen oft höher als das, was wir „kleinen/normalen“ Bands am Ende eines Abends auszahlen können. Würden wir auf dem freien Markt buchen müssen, wäre unsere Art der Subkultur am Ende. Klaus ist nicht nur ein Techniker - er ist das Rückgrat, das Konzerte auf diesem Niveau überhaupt erst möglich macht.
Ein großes Dankeschön an unsere Sponsoren und Helfer vor Ort:
Der Firma Börgel Bau (www.boergelbau.de) für Steine und Material, um den Fronteingang sicher zu isolieren.
Simon & Rasmus Brandhorst von der Firma CooliT für die neue Brandschutz-Eingangstür.
Ein riesiges Dankeschön an die liebe Jenny, die nach dem Ausscheiden unserer Bürokraft die gesamte Vereinsbürokratie ehrenamtlich übernommen und diesen riesigen Berg Papierkram wieder auf eine gerade Linie gebracht hat.
Danke an Schnalli für die weitere Betreuung des Kalenders und des Programms.
Jan, Mutti & Fremy, die ehrenamtlich Tag und Nacht für Einlass, Verpflegung, Feuerholz und das menschliche Miteinander gesorgt haben.
Unserem Architekten Til von der Heyde (www.aktiv-passiv.de), der unsere „Punkrock-Fantasien“ geduldig mit den Gesetzen in Einklang bringt.
Susanne Mischke vom Brandschutzbüro Mischke (www.msbsp.de) für die exzellente Beratung.
Sowie Hank, AC, Michi, Hannes & Co., die uns handwerklich unterstützen werden, um den Club 2026 wieder auf Vordermann zu bringen.
Blick in die Zukunft: Wir brauchen EUCH! Damit wir das Jahr 2026 rocken können, suchen wir handwerkliche Unterstützung. Egal ob Handlanger, Meister, Geselle oder leidenschaftlicher Hobbyhandwerker: Wenn du dich mit Holz, Stein, Gipsbeton, Isolierung, Kabeln oder Rohren auskennst, melde dich bitte unter: [email protected]. Wir besprechen dann gemeinsam, was wir 2026 schaffen wollen.
Danke an alle Gäste, Trinker und Chaoten dieser Stadt für euren Support. Wir wünschen euch einen guten Rutsch! Wir sehen uns hoffentlich sehr, sehr oft vor der Bühne in der Skatehall Osnabrück.
Eure HC Family e.V.
HC-Family e.V. im Bastard Club OS Skatehalle Osnabrück Mutti's (Die Kneipe im Bastard Club)