20/12/2016
An dieser Stelle möchte ich den Beitrag vom 30.10.2016 auf dieser Seite einmal richtig stellen, ergänzen und vervollständigen.
Wir haben an dem diesjährigen Interessenbekundungsverfahren nicht teilgenommen, weil wir die Liste der Auflagen in Kombination mit den Kosten ohne die Unterstützung durch den Jugendzuschuss in der bekannten Höhe von 10.000,-€ so nicht erfüllen können. Das finanzielle Risiko ist stark gestiegen und somit für uns nicht mehr überschaubar.
Die Sponsorensuche ist immer schwieriger geworden, wir benötigt für diese Organisation etwa 15.000,-€ zusätzlich an Sponsorengeldern.
Eine Realisierung der Maiwoche auf dem Ledenhof über einen längeren Zeitraum als vier Tage ist auf Grund der Nachbarschaft und des Marktes leider nicht umsetzbar. Die Fixkosten für die Produktion sind jedoch für 4 Tage die selben, wie für 10 Tage und somit haben wir wesentlich geringere Chancen die Produktion durch Umsätze zu refinanzieren.
Des weiteren haben wir bei der vergangenen Maiwoche leider schmerzlich erleben müssen, dass trotz des Anstiegs der Besucherzahlen die Getränkeumsätze in den Keller gegangen sind. 5 Liter Partyfässer, ganze Bierkisten und viele Bierdosen prägten das Bild auf dem Bühnenvorplatz der Timezone-Bühne. Das ist das Resultat einer Bühne, zu der die Besucher gezielt hingehen. Die Verweildauer war sehr hoch und somit mussten die selbstmitgebrachten Getränke nicht über die gesamte Maiwoche getragen werden. Das senkt die Hemmschwelle seine Getränke mit zu bringen, dort zu lagern und zu verzehren und fehlt uns als Betreiber natürlich an Umsatz für die Refinanzierung der gesamten Produktion.
Unser größtes Anliegen war es immer, ein abwechslungsreiches und professionelles Bühnenprogramm präsentieren zu können, was uns für mein Empfinden sehr gut gelungen ist. Die Musiker sind das Herz unserer Bühne und nur durch sie ist die Timezone Bühne zu einem solchen Erfolg geworden. Aus diesem Grund waren wir immer bemüht, den Musikern gute Voraussetzungen zu bieten und diese für ihre Auftritte zu entschädigen.
Die Maiwoche darf aus unserer Sicht kein Konstrukt der Ausbeutung von Bands und Künstlern sein und auch die Betreiber müssen für ihren Einsatz und das Risiko, dass sie tragen entsprechend honoriert werden und nicht durch ständige Zusatzkosten und Gebühren, mit der Aussage, dass diese an der Maiwoche genug Geld verdienen, "bestraft" werden. Diese Betreiber und damit möchte ich alle Maiwochenbetreiber mit einschließen, tragen ein immenses wirtschaftliches Risiko und es dauert Jahre die getätigten Investitionen zu refinanzieren. Ist dies erfolgt, sollte auch jeder den Betreibern den Gewinn gönnen, den sie nach den Jahren des Risikos, der Investitionen und der Arbeit und Anstrengung erwirtschaften, anstatt die Kosten und Gebühren zu erhöhen um den Gewinn zu schmälern und das Kostenloch der Stadt zu reduzieren. Die Maiwoche ist ein großer Teil der Osnabrücker Kultur, dem man, egal in welcher Umsetzung, mit Respekt, Achtung und ohne Neid entgegentreten sollte.
Die Kosten für städtische Gebühren, Technik & Bühnenprogramm sind mit dem Verkauf von Bier & Mai-Bowle in Kombination mit dem Jugendzuschuss und den üblichen Sponsorengeldern bei gutem Wetter zu erwirtschaften.
Wir bedauern sehr, dass wir die Maiwoche ab 2017 nicht mehr organisieren werden, da es uns immer eine Herzensangelegenheit war, ein Stück zur osnabrücker Kultur beizutragen und eine Bühne zu schaffen, die eine so breite Zielgruppe bedient.
In diesem Sinne widmen wir uns nun neuen Aufgaben für 2017 und wünschen allen ein besinnliches, friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Den ein oder anderen werden wir sicherlich auf weiteren Veranstaltungen in und um Osnabrück wieder begegnen und begeistern!
Stephan Viehoff
Royal Concepts Tagungs- und Eventagentur