03/07/2020
😀👍👍
Ein schöner Bericht vom Markt 2019
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Update: 20. Dezember 2019, 03:33 Uhr
Christbaummarkt in Prevorst punktet mit Frische und Regionalität
Oberstenfeld Der traditionelle Christbaummarkt in Prevorst setzt auf Qualität. Der Verein betont das Alleinstellungsmerkmal. Selbst Unwetter tun dem Andrang keinen Abbruch.
Von Friedhelm Römer
Wer sich am späten Samstagvormittag nach Prevorst aufgemacht hat, um einen Weihnachtsbaum zu kaufen, muss hart im Nehmen sein. Miserabler kann das Wetter kaum sein. Den unerschrockenen Besuchern des traditionellen Christbaummarktes weht nicht nur ein kräftiger Wind um die Ohren. Es schüttet auch wie aus Kübeln. Von weihnachtlicher Stimmung keine Spur. Daran können auch die vielen Tannenbäume, die entlang der Ortsstraße hoch oben in den Löwensteiner Bergen angeboten werden, nichts ändern.
Bäume werden auf dem Autodach festgezurrt
Melanie Jelinek und ihr Mann sind zum ersten Mal beim Christbaummarkt im Oberstenfelder Ortsteil und gerade dabei, ihre zwei Bäume auf dem Autodach festzuzurren, damit bei der Heimfahrt nach Großbottwar auch nichts schief geht. "Wir sind hier schnell fündig geworden", erzählt Melanie Jeninek. Im Kofferraum haben sie außerdem einiges an Schnittgrün platziert. Sie haben sich für Nordmanntannen entschieden. "Die nehmen wir immer", sagt sie.
Im Unterschied zu Melanie Jelinek sind Günter und Doris Luiz aus Asperg Stammkunden in Prevorst. "Wir kommen schon seit 14 Jahren hierher. Und wettertechnisch haben wir hier oben schon alles erlebt", sagt Günter Luiz, schränkt dann aber ein: "Nur Badewetter hatten wir noch nicht." Auch sie bevorzugen die Nordmanntanne. "Das sind frische Bäume, gute Qualität, und sie nadeln nicht so schnell", weiß Günter Luiz. Ihnen gefällt die Atmosphäre. Die Menschen seien freundlich, die Stimmung stets gut. Und bei Baum-Anbieter Manfred Sinn am Ortseingang fühlen sie sich immer gut beraten. An den Adventswochenenden herrscht traditionell Hochkonjunktur, auch wenn nun wetterbedingt etwas weniger Menschen unterwegs sind. Da muss die ganze Familie mithelfen.
Steckengebliebene Autos
"Das Wetter ist unser Manko", sagt Alexander Wolf, dessen Familie zu den zwölf Baum-Anbietern zählt, die sich im Jahr 2010 zum Christbaumverein Prevorst zusammengeschlossen haben. Am Freitagmorgen lagen noch fünf bis zehn Zentimeter Schnee in Prevorst. Doch kurz darauf war er weggeschmolzen, und der Regen verwandelte die ausgeschilderten Parkflächen im Gelände in Matschwiesen. Doch für die steckengebliebenen Autos stand schnelle Hilfe parat. Denn der Verein hatte vorgesorgt und einen Abschleppdienst beauftragt, um die Autos wieder aus dem Dreck zu ziehen - und zwar kostenlos für die Kunden.
Im Hause Wolf können die Kunden nicht nur die beliebten Nordmanntannen erwerben. "Etwa zehn Prozent Exoten haben wir im Angebot", erzählt Alexander Wolf: Neben der Blaufichte sind dies Korea, Colorado River und die Korktanne. Im Vergleich zur Nordmanntanne duften diese und verbreiten somit auch einen wohligen Holzgeruch.
Das Natürliche pflegen
Harald Kunz ist der Vorsitzende des Vereins. Er weiß, was die Kunden wollen. Und das bekommen sie: Das große Plus des Christbaummarktes in Prevorst ist die Regionalität und die Frische der Bäume. "Wir möchten das Natürliche pflegen und nicht kommerziell sein", sagt Kunz. "Die Bäume haben wir erst in den vergangenen Tagen geschlagen. Und die Kulturen wachsen alle hier oben im Umkreis von rund zwei Kilometern." Harald Kunz sieht diesen Markt als Alleinstellungsmerkmal: "Wir sind anders als andere. Und das wollen wir auch so beibehalten."
www.stimme.de
Vierter Advent
An den Adventswochenenden gibt es beim Christbaummarkt in der Ortsstraße in Oberstenfeld-Prevorst auch Stände mit Kunsthandwerk sowie Verpflegung. Wer einen Weihnachtsbaum kaufen will, ist in Prevorst nicht nur auf die Wochenenden beschränkt, sondern kann es auch in der Woche tun. Der Markt geht noch bis zum nächsten Sonntag, 22. Dezember. Veranstalter ist der gegründete Christbaumverein.
Friedhelm Römer
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