11/03/2016
Die GenussAgenten haben den ersten HAMMELWinePUNK von Marco Giovanni Zanetti und Christoph Hammel verkostet:
Stahltank 1600 ltr.
40% St. Laurent
40% Acolon
20% Dornfelder
Barrique (gebraucht) 1000 ltr.
Spätburgunder aus besten Lagen
Auge: klar – sauber – himbeerfarben
Nase: sauber – mittel+-Aromenintensität – jung – fruchtig (Himbeere, Erdbeere) – cremig – karamellig – spürbare runde Tannine
Gaumen: trocken – mittlere Säure – Tannine mittel+ - gut eingebundener Alkohol – mittel+ Körper – fruchtige Aromen von Himbeere und Erdbeere – mittel+-Abgang
Qualität: gut
Fazit: Es handelt sich um einen Rosé der besseren Klasse. Feine Tanninstruktur, karamellige Noten und Cremigkeit. Dass ein sehr guter Spätburgunder dabei eine bedeutende Rolle spielt erkennt man an den fruchtigen Noten von Himbeere und Walderdbeere. Der recht lange Abgang wird begleitet von einer ausgewogenen Säure.
Der HAMMEL-PUNK sucht sein Publikum. Er ist nicht für jedermann/jederfrau gemacht. Er ist ein Nischenprodukt und wird seine Fans finden. Man liebt ihn oder auch nicht – dazwischen wird er keine Aufmerksamkeit haben. Also, kein Mainstream… Spiegelt auch der Preis wider… Und er ist nicht nur für die Terrasse gemacht!
Der aufwendige Ausbau verdient erzählt zu werden. Die Aufmachung ist TOP. Wir haben ihn zu jung/früh getrunken. Er braucht noch Ruhe in der Flasche, da er erst kürzlich abgefüllt wurde. Ein Rosé, der nicht nur zum Sofort-Verzehr gemacht wurde, er ist trinkbereit mit Reifepotenzial. Diesen Wein lasse ich gerne noch 2 Jahre im Keller liegen. Ein Rosé für Fortgeschrittene, der künftig sicher noch von sich Reden macht...
Nach 2 Tagen offen, stand er immer noch wie eine EINS!
Essen würde ich persönlich gerne ein Vitello Tonnato dazu – der Junge kann Fett vertragen :-)