28/07/2026
Ein Körper, der einst lernte: Wegbleiben ist sicherer als Spüren.
Ein Kind, das sich vor dem, was ihm geschah, nicht schützen konnte, stieg in diesem Moment aus der realen Welt. Es träumte sich in eine andere Welt. Die Seele trennte sich vom Körper.
Diese Trennung rettete das Leben. Sie kostete den Kontakt zum eigenen Körper.
Der Traumaforscher Bessel van der Kolk beschreibt genau das: Dissoziation ist keine Störung, sondern eine sinnvolle Schutzreaktion, die hilft, ein überwältigendes Erlebnis zu überstehen.
Jahre später, in der Partnerschaft, taucht sie wieder auf. Der Partner ist liebevoll. Die Situation ist sicher. Jedoch nichts kommt an.
Erregung bleibt aus, wo sie erwartet wird. Berührung fühlt sich fern an, wie durch Glas.
Die Frau fragt sich, was mit ihr nicht stimmt. Doch stimmt etwas sehr Altes:
Ihr Körper folgt einem Schutz,
der einmal notwendig war.
Erstarren ist kein Fehler.
Es ist eine Erinnerung.
Der Körper vergisst nicht, was einst zu viel war. Er schützt weiter, auch wenn die Gefahr längst vorbei ist.
Was jetzt hilft, ist nicht Anstrengung und auch
nicht “sich mehr öffnen”!
Das würde zwangsläufig wieder ins Funktionieren führen!
Es ist die langsame, geduldige Rückkehr in den eigenen Körper. Ein Wiedererkennen, ein
ICH bin hier. Ich darf spüren. Ich bin sicher genug, um zu bleiben.
Das zärtliche Annähern, streicheln ohne Bedingung, so wie sich ein Baby entdeckt.
Ich nenne es Expeditionsreise durch den Körper. 💕
Die Lebensanalyse fragt nicht: Was ist falsch an dir?
Sie fragt: Wo hast du einmal gelernt, wegzugehen? Und was braucht es, um zurückzukommen?
Ich bin da.
Ich halte.
Ich begleite Frauen dorthin zurück, wo der eigene Körper wieder ein sicherer Ort werden kann.
Dein Würde-Raum 🗣️💕
Ute🌸