Das Internationale Fußballbegegnungsfest 2022 für Jugendmannschaften ist die Fortsetzung des bundesweiten bewegenden Erinnerungstag an den ehemaligen jüdischen Fußballclub SK Bar Kochba Leipzig im Jahr 2013 und unserer Internationalen Fußballbegegnungsfeste seit dem Jahr 2015. Bei der letzten Ausrichtung im Jahr 2021 konnten wir rund über 6.000 Besucherinnen und Besucher wie über 400 Teilnehmerin
nen und Teilnehmer zu den verschiedenen Veranstaltungen des Festes begrüßen. aus Australien, Südafrika, den USA, Kanada, Neuseeland, Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich, Israel, Italien, der Schweiz und der Tschechischen Republik an. Verschiedene Fernsehsender veröffentlichten in den letzten Jahren mehrere Dokumentationen über unser bundesweites Engagement im Sport gegen Antisemitismus und für Demokratie. Auch mehrere Filme über das Engagement unseres Vereins für Demokratie haben wir veröffentlicht. Unser, unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der sächsischen Staatsregierung für jüdisches Leben im Freistaat Sachsen, Dr. Thomas Feist, durchgeführtes Fußballbegegnungsfest 2022 ist ein mehrtägiges interkulturelles wie internationales Sportfest der Extraklasse. Ein Fest, welches zuallererst der Toleranz und der Akzeptanz im Dialog dient; sowohl für die teilnehmenden Zuschauerinnen und Zuschauer als auch für die verschiedenen Sportler. Zugleich erwartet Euch ein interessantes wie abwechlungsreiches Programm. Auch das Teilnehmerfeld ist breit gestreut: Traditionsmannschaften aus ganz Deutschland, Mannschaften aus Flüchtlingsprojekten wie internationale Teams bspw. aus Israel und der Tschechischen Republik. Alle teilnehmenden Mannschaften fördern dieses Ansinnen der Begegnung und der Toleranz. Insbesondere die Vereine mit Spielern jüdischen Glaubens erleben an diesem Begegnungsfest eine offene Atmosphäre, auch in ihren eigenen Regionen sind sie oftmals Anfeindungen ausgesetzt. Sie alle spielen an diesem Wochenende u.a. zum achten Male den „Max- und Leo-Bartfeld-Pokal“ aus. Diese Familie engagierte sich im vom nationalsozialistischen Terror- und Gewaltregime zwangsaufgelösten jüdischen Fußballverein SK Bar Kochba Leipzig; die Familie stellte mit Max Bartfeld in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts darüber hinaus einen überregional bekannten Leichtathleten. Mit der ausdrücklichen Zustimmung der letzten lebenden Familienmitglieder aus dieser Zeit wird der Preis der Familie Bartfeld ausgespielt, als Zeichen der Toleranz und eines entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus im Fußballsport wie in der Gesellschaft. Es ist ein internationales Fest des Sportes, der Demokratie wie ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. Darüber hinaus wird mit unser aller Engagement stellvertretend die Ermahnung an die Verbrechen des nationalsozialistischen Terror- und Gewaltregimes wachgehalten. Aus diesem Grund wird das Fußballbegegnungsfest von verschiedenen sportkulturellen Veranstaltungen umrahmt. Besonderes Augenmerk fällt in diesem Jahre auf den letztjährigen 100. Gründungstag des Leipziger Fußballvereines SK Bar Kochba, welcher 1939 sich unter dem verbrecherischen NS-Regime zwangsauflösen musste. Wir begehen diesen Tag in Erinnerung derer, die unter diesem Terrorregime ihrer persönlichen Freiheit, ihrer Zukunft und ihres Lebens beraubt wurden. Wir sehen es als Verpflichtung, die Erinnerung an diese Menschen und die Erinnerung an den Sportverein Bar Kochba zu bewahren, zu mahnen und der jetzigen Generation wie auch den Kommenden eine wichtige Botschaft mitzugeben. Nie wieder Krieg, nie wieder Nationalsozialismus, nie wieder Konzentrationslager in denen Menschen gepeinigt, gedemütigt, gequält und ermordet werden! Es ist unsere Pflicht als demokratische Gesellschaft, Unrecht oder auch schon dem bloßen Gedanken daran, entschlossen entgegen zu treten!