04/12/2022
Wir wünschen euch einen schönen 2. Advent
Wer kennt nicht das alte Gedicht: Advent, Advent ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür:
In der Vorweihnachtszeit, feiern wir Christen den Advent, mit einem Adventskranz aus grünen Tannenzweigen und vier Kerzen, kaum einer kennt aber die Bedeutung. Advent kommt aus dem lateinischen Adventus, was soviel wie Ankunft bedeutet, wir Christen freuen uns also auf die Ankunft und Geburt unseres Heilands Jesus Christus.
Der Begriff Advent oder Adventus jedoch, geht zurück auf das 6. Jahrhundert. In der römischen Kirche gab es zunächst eine wechselnde Zahl von 4 bis 6 Adventssonntagen, bis Papst Gregor (590 – 604) vier Adventssonntage als einheitlich festlegte.
Den heute in vielen Familien aufgestellten Adventskranz gibt es aber noch gar nicht so lange.
Ein dicker Kranz mit vier Kerzen: Der Adventskranz ist heute weit verbreitet. Dass der erste Adventskranz allerdings ein Wagenrad war und nicht nur vier, sondern 23 Kerzen hatte, wissen wohl die wenigsten.
Der Ursprung des Adventskranzes liegt im 19. Jahrhundert. 1833 gründete der Pfarrer Johann Hinrich Wichern in Hamburg das sogenannte Rauhe Haus. Der Theologe hatte es sich zur Aufgabe gemacht, dort verwahrloste und verwaiste Kinder aus den Elendsvierteln Hamburgs zu betreuen.
Das Weihnachtsfest spielte schon damals eine große Rolle. Immer wieder fragten die Kinder den Pfarrer, wann denn endlich Weihnachten sei. Deshalb baute er aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit vielen Kerzen. Damit markierte er die Tage vom ersten Advent bis zum Heiligabend. Im Jahr 1839, als der Adventskranz erfunden wurde, waren das 23 Tage, es können aber abhängig vom Kalender auch bis zu 28 Tage sein.
Das Original in Wagenradgröße war damals natürlich zu groß für die meisten Stuben, bei einem kleineren Kranz hätten sich die zu eng stehenden Kerzen aber gegenseitig zum Schmelzen gebracht. Abgesehen vom traditionellen Adventskranz im Rauhen Haus in Hamburg haben die heutigen Kränze deshalb nur noch vier Kerzen.
Die Bedeutung des Adventskranzes hat sich über die Jahre gewandelt. Mittlerweile ist er nicht mehr nur ein Hilfsmittel für Kinder, um die Tage bis Weihnachten zu zählen. Die runde Form symbolisiert Ewigkeit und im christlichen Glauben auch die Auferstehung.
Vor allem in katholischen Gegenden haben die Kerzen auf dem Adventskranz die liturgischen Farben für die Adventssonntage. Das bedeutet, es leuchten drei violette Kerzen und eine rosafarbene Kerze am dritten Advent. Im Erzgebirge hingegen werden traditionell rote Kerzen auf dem Adventskranz befestigt.
Die vier Kerzen werden häufig als die vier Himmelsrichtungen gedeutet. Und das Tannengrün gemeinsam mit dem Kerzenlicht symbolisiert Hoffnung: Mitten im trüben, kalten Winter leuchten Lichter auf frischem Tannengrün. Zusätzlich werden die nacheinander angezündeten Kerzen häufig als Zeichen für die Zunahme des Lichts gedeutet, das mit der Menschwerdung Jesu erwartet wird.
Die Kerzen am Adventskranz spenden mit jedem Adventssonntag mehr Licht. Symbolisch soll damit die zunehmende Erhellung in Vorfreude auf „das Licht der Welt“ (die Geburt von Jesus Christus) ausgedrückt werden. Die Kreisform abstrahiert die vier Himmelsrichtungen und schlussendlich den runden Erdkreis. Außerdem ist sie in Erinnerung an die Auferstehung von Jesus Christus Symbol für das ewige Leben.
Für uns als Templer in unserer kleinen Gemeinschaft symbolisieren die 4 Kerzen unseren christlichen Glauben und die Vorfreude auf die Geburt unseres Herrn Jesus Christus.
Die Kerze der Prophezeiung – Symbol für die
Ankunft Christi
Die Kerze des Friedens – Symbol für die
Geburt Jesu
Die Kerze der Freude – Symbol für die Herzlichkeit
Die Kerze der Liebe – Symbol für die Liebe Gottes und seinen einzigen Sohn.
Wir wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit.
† nnDnn †
Text: Arme Ritterschaft zum Hl. Tempel Jesus Christus