13/09/2026
Verehrte Gemeinde,
ich habe hier die Tage ein Posting los gelassen, welches eine – für unsere bescheidenen Verhältnisse – ziemlich grandiose Resonanz brachte, was mich – besonders in diesen komischen Zeiten – sehr gefreut hat.
Ich habe dieses Posting später gelöscht, da es für einen der Jungs einfach to much Öffentlichkeit war. Das habe ich zu respektieren, daher die Löschung.
Ich denke aber, dass die Message hinter dem Post wichtig und richtig ist, deshalb greife ich das Thema noch mal kurz auf.
Wir haben hier im Wiedenhof viele junge Leute beschäftigt. Manche sind hier geboren, manche nicht. Manche kommen aus Familien, deren Geschichten ganz anders angefangen haben als unsere. Manche hatten es leicht, andere mussten sich ihren Weg ziemlich hart erkämpfen.
Aber wenn sie bei uns anfangen, interessiert mich erst mal was ganz anderes:
Wer mit 16, 17, 18 in der Gastro anfängt hat sich für einen (Neben)Job entschieden, der manchmal richtig hart und fordernd und manchmal auch recht undankbar ist.
Und dann geben wir ihnen etwas, was meiner Meinung nach viel zu selten geworden ist:
Zeit. Vertrauen. Eine Chance.
Nicht jeder braucht dasselbe, klar. Manche brauchen eine klare Ansage, manche ein bisschen Geduld und manche einfach jemanden, der ihnen mal sagt:
Du kannst das. Du schaffst das. Ich glaube an dich, glaub Du auch an dich.
Und erstaunlich oft können sie es dann auch und danken es mit Einsatzfreude, Engagement, Leistung und haben Spass an ihrem Job.
Ich liebe sie jedenfalls alle!
Nicht, weil sie perfekt sind.
Sondern weil ich erleben darf, wie Menschen wachsen.
Und vielleicht ist genau das einer der schönsten Teile an diesem manchmal völlig bekloppten Gastro-Leben:
Am Ende steht da nicht nur ein Teller auf dem Tisch und ein Getränk daneben.
Da stehen Menschen, bei und häufig junge Menschen.
Und manchmal darf man ein kleines Stück dazu beitragen, dass sie ihren Weg finden.
Soweit dazu. Ab kommenden Donnerstag starten wir mit einem Burgertag mit richtig geilen Burgern.
Gottlob ohne Alice, weil die hat hier Hausverbot, so!