01/04/2026
Aufgehorcht!
📰 Eilmeldung: Höchstadt bekommt sein mittelalterliches Wahrzeichen zurück!
In einer Mitteilung der Stadt, die der Höchstadter Gschichtla-Redaktion exklusiv vorliegt, wurden wir heute über einen weitreichenden Schritt in der Stadtentwicklung informiert: Höchstadt soll sein historisches Wahrzeichen zurückerhalten – den Pfeifturm.
Das Bauwerk, das bis heute das Höchstadter Stadtwappen ziert, wurde bereits vor über 200 Jahren abgetragen. Nun soll es in alter – oder zumindest „möglichst authentischer“ – Form wieder entstehen.
Höchstadts noch amtierender Bürgermeister Gerald Brehm äußert sich dazu wie folgt:
„Jeder weiß, dass mir das kulturelle Erbe unserer Stadt sehr am Herzen liegt. Persönlich war es mir schon immer ein Dorn im Auge, dass unter einem meiner Amtsvorgänger die fatale Entscheidung getroffen wurde, ausgerechnet das Gebäude abzureißen, für das wir im ganzen Aischgrund und darüber hinaus bekannt waren.
Gleichzeitig ist es mir in meiner Amtszeit leider nicht in dem Maße gelungen, die Innenstadt zu beleben, wie ich es mir gewünscht hätte. Mit der Wiedererrichtung des Pfeifturms schlagen wir nun zwei Fliegen mit einer Klappe: Unser Wahrzeichen wird wieder zum touristischen Magneten – und wer einmal hier ist, wird selbstverständlich auch Gastronomie und Einzelhandel besuchen.
Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, dieses bahnbrechende Projekt zum Ende meiner Amtszeit noch auf den Weg zu bringen.“
Der ehemalige Höchstadter Stadtschreiber Leonhard Sendner berichtet 1873, dass der Pfeifturm im Jahr 1812 auf Abbruch verkauft wurde. Die Steine wurden teilweise zur Verfüllung des Stadtgrabens verwendet, der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls seine Funktion verloren hatte, sowie für diverse Bauprojekte im Stadtgebiet – und darüber hinaus.
Wie unsere Redaktion erfuhr, wurde der Heimatverein Höchstadt bereits beauftragt, den Verbleib dieser Steine zu recherchieren. Ziel sei es, einen möglichst großen Teil der historischen Originalsubstanz wiederzuverwenden – „zur Not auch aus privaten Vorgärten“.
Brehms designierter Amtsnachfolger Alexander Schulz zeigt sich zwar skeptisch hinsichtlich der zu erwartenden Kosten, erkennt jedoch den historischen Wert des Projekts und betrachtet es als Investition in die Zukunft:
„Wichtig ist, dass wir nicht nur eine leere Hülle errichten, sondern ein schlüssiges Nutzungskonzept entwickeln, das langfristig auch wirtschaftlich tragfähig ist. Erste Gespräche mit Gastronomen und Vereinen verlaufen bereits sehr konstruktiv.“
Einer dieser Gastronomen ist Christoph Geiger, Wirt der Traditionskneipe Töpfla:
„Für uns ist es natürlich ein glücklicher Zufall, dass sich der historische – und zukünftige – Standort des Pfeifturms quasi direkt vor unserer Haustür befindet. Als wir gefragt wurden, ob wir uns eine gastronomische Nutzung vorstellen können, mussten wir nicht lange überlegen.
Eine historische Töpfla-Rooftop-Bar mit Blick über ganz Höchstadt ist eine einmalige Chance.“
Als zusätzliches Highlight ist geplant, den Pfeifturm per Seilbahn mit dem Petersbecks Keller am Höchstadter Kellerberg zu verbinden. Im Gegensatz zu Bahnprojekten in benachbarten Städten geht man in Höchstadt davon aus, dass das Projekt noch zu Lebzeiten der Beteiligten abgeschlossen werden kann.
Die Höchstadter „Stadt-Kellerberg-Bahn (StKB)“ soll dabei nicht nur Touristen einen spektakulären Ausblick bieten, sondern zugleich die Versorgung des Turms sicherstellen.
Carsten Constien, Vorsitzender des Höchstadter Kellerbergvereins, erklärt:
„Unsere Felsenkeller stehen vor zwei Herausforderungen: Sie werden seit der Verbreitung von Kühlschränken deutlich weniger genutzt, und die Temperatur entspricht nicht immer der idealen Trinktemperatur. Erste Berechnungen zeigen jedoch, dass der Fahrtwind der Seilbahn hervorragend geeignet ist, das Bier während des Transports perfekt herunterzukühlen.“
Auch Gastronom Geiger zeigt sich begeistert:
„Kellerbier aus der Flasche bekommt man überall. Aber frisch gezapftes Kellerbier aus dem Felsenkeller – geliefert per Seilbahn – das hat definitiv Alleinstellungsmerkmal.“
Finanzielle Details sowie ein konkreter Zeitplan sind derzeit noch nicht bekannt. Ein Mitarbeiter des Rathauses, der anonym bleiben möchte, deutete jedoch an, dass die Sanierung der St.-Georg-Straße zugunsten des Projekts verschoben werden könnte:
„Die Seilbahn verläuft ohnehin fast parallel – und umgeht garantiert jedes Schlagloch.“
Die Höchstadter Gschichtla-Redaktion gratuliert Bürgermeister und Stadtrat zu dieser zukunftsweisenden Entscheidung – und wünscht allen Leserinnen und Lesern einen frohen 1. April!