31/08/2026
An jeden Politiker gerichtet,
mal sehen ob es einer von denen lesen wird.
Ich bin Jens Hardt. Malermeister. Unternehmer. Vater. Bürger. Und ganz ehrlich: Ich habe die Faxen langsam gestrichen voll.
Ich frage mich mittlerweile immer öfter:
In welchem Deutschland leben wir eigentlich noch?
Ich gehe jeden Morgen arbeiten. Ich kenne frühes Aufstehen, lange Tage, Verantwortung, Mitarbeiter, Löhne, Rechnungen, Steuern, Materialpreise und den ganzen Wahnsinn, der heute an einem Handwerksbetrieb hängt.
Und ich sehe nicht nur bei mir, wie die Stimmung kippt.
Ich sehe es bei meinen Mitarbeitern.
Ich sehe es bei Kunden.
Ich sehe es bei anderen Unternehmern.
Ich sehe es bei ganz normalen Familien.
Die Menschen sind müde.
Nicht faul.
Nicht undankbar.
Nicht dumm.
Müde.
Müde davon, dass am Ende des Monats immer weniger übrig bleibt.
Du gehst arbeiten, machst Überstunden übernimmst Verantwortung und fragst dich trotzdem, wofür eigentlich?
Beim Tanken zahlst du drauf.
Beim Einkaufen wird jeder Gang zum Supermarkt teurer.
Ein Urlaub wird für viele zum Luxus.
Freizeit kostet Geld, Kinder kosten Geld, Wohnen kostet Geld.
Und wenn du wirklich Pech hast und ernsthaft krank wirst, fängt der nächste Wahnsinn an.
Termine fehlen.
Personal fehlt.
Krankenhäuser werden geschlossen oder zusammengelegt.
Und gleichzeitig steigen die Kosten weiter.
Was soll der normale Bürger eigentlich noch alles schlucken?
Jetzt wird über Rente mit 70 gesprochen.
Vielleicht kommt irgendwann sogar noch mehr.
Aber anstatt sich einmal ehrlich zu fragen, warum immer weniger Menschen in dieses System einzahlen und warum immer mehr Menschen das Vertrauen verlieren, wird einfach gesagt:
Dann müssen die, die noch arbeiten, eben länger arbeiten.
Das kann doch nicht die Lösung sein!
Und während der normale Arbeitnehmer jeden Euro zweimal umdrehen muss, wird gleichzeitig immer weiter an neuen Belastungen geschraubt.
Steuern hier.
Abgaben dort.
Neue Vorschriften.
Neue Bürokratie.
Neue Fristen.
Neue Kosten.
Und Mehrarbeit?
Die wird teilweise so belastet, dass sich der eine oder andere irgendwann fragt:
Warum soll ich überhaupt noch mehr arbeiten?
Genau da liegt doch das Problem.
Wir brauchen Menschen, die Bock haben zu arbeiten.
Wir brauchen junge Menschen, die sich etwas aufbauen wollen.
Wir brauchen Handwerker.
Wir brauchen Unternehmer.
Wir brauchen Pflegekräfte.
Wir brauchen Menschen, die morgens aufstehen und dieses Land am Laufen halten.
Aber dafür muss sich Leistung auch wieder lohnen.
Und dann schaue ich auf unsere Kommunen.
Leere Kassen.
Kaputte Straßen.
Schulen, bei denen man sich teilweise schämen muss.
Marode Infrastruktur.
Gleichzeitig verschwinden Unternehmen oder verlagern Investitionen ins Ausland, weil Deutschland als Wirtschaftsstandort immer schwieriger und bürokratischer wird, Entlastung Fehlanzeige!
Und dann soll der Bürger einfach noch mehr bezahlen?
Irgendwann ist der Ofen aus.
Was mich dabei am meisten ärgert:
Viele Menschen in der Politik haben meiner Meinung nach überhaupt keine Vorstellung mehr davon, was es bedeutet, jeden Monat eine Firma am Laufen zu halten oder einfach 40 Std arbeiten zu gehen.
Die wissen auch nicht, wie es sich anfühlt, wenn am Monatsende Löhne bezahlt werden müssen.
Wenn Rechnungen kommen.
Wenn Kunden nicht bezahlen.
Wenn Material teurer wird.
Wenn Mitarbeiter krank werden.
Wenn du nachts wachliegst und darüber nachdenkst, wie du alles zusammenhältst.
Das ist die Realität draußen.
Und dann erleben wir Wahlkämpfe, in denen große Versprechen gemacht werden.
Nach der Wahl sieht vieles plötzlich ganz anders aus.
Das Vertrauen geht verloren.
Und wenn die Menschen irgendwann sagen:
„Wir haben die Schnauze voll!“
dann darf man sich nicht wundern.
Dann muss man sich vielleicht einmal fragen:
Warum haben die Menschen die Schnauze voll?
Und genau da fehlt mir momentan die ehrliche Diskussion.
Stattdessen dreht sich gefühlt immer mehr darum, wer mit wem nicht reden darf.
Brandmauern hier.
Verbote dort.
Die AfD ist an allem schuld.
Die anderen sind an allem schuld.
Aber während sich die Politik gegenseitig bekämpft, sitzt draußen der Familienvater und überlegt:
Kann ich mir den Wocheneinkauf noch leisten?
Der Arbeitnehmer fragt sich:
Warum lohnt sich meine Mehrarbeit kaum noch?
Der Unternehmer fragt sich:
Wie lange kann ich mir diesen Standort noch leisten?
Und die junge Familie fragt sich:
Wie sollen wir uns überhaupt noch ein Haus, Kinder und ein normales Leben leisten?
Das sind die Fragen, um die es gehen sollte!
Ich will kein perfektes Deutschland.
Ich will ein Deutschland, in dem sich ehrliche Arbeit wieder lohnt.
Ein Deutschland, in dem eine Familie von ihrem Einkommen vernünftig leben kann.
Ein Deutschland, in dem ein Handwerksbetrieb nicht an Bürokratie erstickt.
Ein Deutschland, in dem Leistung nicht als etwas betrachtet wird, aus dem man immer noch ein bisschen mehr herauspressen kann.
Ein Deutschland, in dem unsere Kinder wieder sagen:
„Hier will ich bleiben. Hier kann ich mir etwas aufbauen.“ Vorallen hier fühle ich mich wohl.
Und vielleicht sollten die Verantwortlichen endlich verstehen:
Die Menschen sind nicht politikverdrossen.
Viele Menschen sind einfach enttäuscht.
Enttäuscht von Versprechen.
Enttäuscht von steigenden Belastungen.
Enttäuscht von einem System, das ihnen immer mehr abverlangt und gleichzeitig immer weniger Sicherheit gibt.
Ich bin Jens Hardt nur ein Malermeister der das mal loswerden will, ob es einer liest weiß ich nicht.
Ich bin kein Politiker.
Ich sitze nicht in einem Büro und entscheide über Menschen, deren Alltag ich nicht kenne.
Ich bin Handwerker.
Ich arbeite.
Ich zahle.
Ich trage Verantwortung.
Und ich sage das, was mir viele Menschen draußen mittlerweile genauso erzählen:
So wie es läuft, kann es nicht ewig weitergehen.
Ein normaler Bürger aus Deutschland.