24/02/2026
Hallo in die Runde!
Am Donnerstag, d. 5. März 2026 startet ab 10.00 Uhr die Demonstration
"Schulstreik gegen Wehrpflicht!" am Rathausplatz in Flensburg.
Es handelt sich bereits um den 2. bundesweiten Schulstreik. Ich persönlich halte eine Teilnahme aller Generationen auf einer Wichtigkeitsskala von 01-10 mit 09 von 10 Punkten für außerordentlich wichtig.
Am 5. Dezember 2025 hatten in über 90 Städten zwischen 45.000 und 50.000 großenteils junge Menschen am 1. Schulstreik teilgenommen.
In Flensburg sollen es lt. "Flensburger Tageblatt" 250 (Übernahme der v.d. Polizei verbreiteten Zahl), bzw. insgesamt etwa 300 (lt. "Wirklich Zeitung") gewesen sein.
Ein lesenswerter Bericht zum Schulstreik vom 5. Dezember mit interessanten Hintergrundinfos findet sich hier:
https://www.akweb.de/bewegung/schulstreik-gegen-wehrpflicht-jugendliche-organisieren-sich/
Und was hat eigentlich Krieg(stüchtigkeit) mit Faschismus zu tun?
Raul Rosenfelder beschreibt einen historischen Strang: "Deutschland soll kriegstüchtig werden – vorgeblich, um die Demokratie zu retten. Doch wie die Geschichte kriegseuphorischer deutscher Intellektueller während des Ersten Weltkriegs zeigt, bereitet das militaristische Denken im Gegenteil gerade dem Faschismus den Boden."
Und: "Damals wie heute gilt jedoch: Antifaschismus muss antimilitaristisch sein."
Der lesenswerte Artikel findet sich hier:
https://jacobin.de/artikel/kriegstuechtigkeit-sombart-juenger-mann-faschismus
Und es gibt einen wichtigen Strang aus der Politischen Ökonmie. Doch dazu abschließend nur zwei kurze Zitate, weil ich vermute, dass viele es hier bereits wissen:
Das Konkurrieren der Unternehmen auf dem kapitalistischen Binnenmarkt in Deutschland und seine Folgen für Mensch und Natur, finden auch "zwischen Ländern und innerhalb geopolitischer Machtblöcke statt. Staaten haben Interesse am Erfolg der »eigenen«, der nationalen Unternehmen, sie wollen, dass »ihre« Unternehmen sich auf dem Weltmarkt gegen andere durchsetzen." (Nuss, Sabine in "Der verdrängte Kapitalismus. Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik. Ein Gesprächsband von Sabine Nuss mit Andrej Holm, Stephan Kaufmann, Antonella Muzzupappa und Ingo Stützle. 1. Auflage 2025, S. 117)
"Marxist:innen analysieren, dass die inhärente Logik des Kapitals, sich immer neue und weitere Verwertungsmöglichkeiten zu suchen, notwendigerweise zu Kriegen führen muss, wenn sich diese Expansion nicht mehr auf friedliche Weise herstellen lässt. Auf dieser Abstraktionsebene trägt die kapitalistische Art und Weise, unsere Weltordnung zu organisieren, immer bereits zu ihrer Kriegsförmigkeit und Konflikthaftigkeit bei."(Koddenbrock, Kai in "Wissenschaft und Frieden" 2022/04, Fünf Thesen und ein Überblick, in 3. These, https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/kapitalismus-und-krieg-wirtschaft-und-gewalt/)