09/06/2015
Hey Freunde, Brüder, Landsleute, na wie iset denn?, jut? - Hauptsache...
ich weiß nich, ob Ihr et schon wusstet, ... seit dem 02.06. beherbergen wir eine neue Ausstellung - Wechsel alle 2 Monate, wie gehabt -
"alteisen" Impressionen aus dem Landschaftspark, von dem Duisburger Künstler, Herbert Kettner. So, jetzt mal wat zu dem Künstler....
Herbert Kettner…
Geboren 1957, in den wilden Nachkriegszeiten, als der Wiederaufbau wichtiger als der Mensch war. Es folgte der Wiederaufstieg der Industrie. Der Duisburger Himmel war rot, ein Abstich folgte dem Anderen – während die Luft, schwarz von den Schwebstoffen der Kohle, die Lungen der Kinder füllten.
1975 fand ich meinen ersten „richtigen“ Job, als Feuerwehrmann, - natürlich bei Thyssen.
Dieser Job ermöglichte es mir, Künstler zu sein, - ohne davon leben zu müssen. Die hart erarbeitete Unabhängigkeit führte dazu, daß ich – als Autodidakt – durch alle Winkel der Kunst fegte. Selbstgebaute und restaurierte Möbel, für Verkauf und eigenen Bedarf, finanzierten sowohl eine Fotoausrüstung, als auch eine Dunkelkammer. Es folgte ein ausgedehnter Ausflug in die Welt der Musik. Mit dem „SessionProjekt“ – von 2001 bis 2006 – in einem Raum voller Farben und Musik, fand ich gleichzeitig zur Malerei.
Ab 2006, - endlich zusammen mit meiner großen Liebe, Yvonne – widme ich mich ganz der Malerei. Die Arbeit mit anderen Künstlern, Ausstellungen, - sowie das Gespräch mit den Betrachtern, haben geholfen, eine eigene Technik zu entwickeln: Ich fotografiere mein Objekt,… bearbeite die Fotos am Computer, wobei mir die Jahre in der Dunkelkammer sehr helfen,… dann male ich den Hintergrund,… beschreibe ihn, mit meiner Vergangenheit,… übertrage die Fotografie auf die Leinwand,… übermale das Ganze…
Es ist ein langer Weg zum fertigen Bild, – aber: Es ist mein Weg!
„alteisen“ Impressionen aus dem Landschaftspark
Jedes Bild der „alteisen“ Serie beschreibt mein Leben in Duisburg, mein Leben mit der Stahlindustrie – und den Wandel, von der Industrie zum Kulturbetrieb. Heute ist es der „Landschaftspark Meiderich“, der mich inspiriert.
Der Strukturwandel hat Duisburg verändert, Platz geschaffen für Kultur – auch in den Köpfen der Menschen. Jetzt, kurz vor der Rente, versuche ich mit der „alteisen“ Serie den Kreis zu schließen – den Künstler mit dem Arbeiter zu vereinen
Kontakt:
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Noch wat zum gucken...