20/03/2020
COVID-19 Virus :
Offener Brief an die Stadt Dresden und das Land Sachsen wegen drohender Schließungen von Gastronomiebetrieben
Sehr verehrte Damen und Herren,
verehrter Ministerpräsident Michael Kretschmer, Martin Dulig, Christian Hartmann, Christian Fischer, DEHOGA Bundesverband, Dehoga Sachsen , IHK Dresden, Sächsischer Landtag,
bitte schenken Sie uns einen Moment Ihrer wertvollen Zeit:
Die Gastronomiebranche ist der Dienstleistungsbranche zuzuordnen und noch viel gravierender:
HIER GIBT ES KEINEN NACHHOLEFFEKT:
Einen Tisch der heute nicht reserviert wird, kann nicht in zwei Monaten doppelt reserviert werden. Ein Essen, das wir heute nicht verkaufen, wird auch in zwei Monaten nicht verkauft. Wenn unser Laden heute leersteht, können in zwei Monaten nicht doppelt so viele Menschen bewirtet werden.
Die Kosten aber türmen sich. DIESE RECHNUNG GEHT NICHT AUF!
Wir haben uns jeder für sich, jeder mit seinem vollen Einsatz und dem finanziellen Risiko behaftet, für einen Weg in die Selbstständigkeit in der Gastronomie entschieden. Hiermit trägt jeder einzelne Betrieb von uns zur wirtschaftlichen Leistung des Landes sowie zur touristischen Attraktivität der Standorte in Sachsen bei.
Wir als Mittelstand sind der Motor der Wirtschaft,
Wir als Gastronomen sind Magnete des Tourismus‘:
Wir leisten monatlich und pünktlich unsere Steuerabgaben in erheblichem Umfang wie in keinem anderen Land der EU! Ganz im Gegenteil zu beispielsweise Beziehern des Arbeitslosengeld II. Diese zahlen nicht in das System ein, profitieren jedoch vom System „Sozialstaat“, welches wir mit unseren Abgaben finanzieren. Und diese erhalten weiterhin ihre Unterstützung ohne Gegenleistung.
Obendrein unterstützen wir mit unseren Zahlungen kulturelle Einrichtungen, sozial Schwache, etc. um nur ein paar Beispiele zu nennen. Freiwillig unterstützen die meisten von uns zusätzlich soziale Projekte, die jetzt auch notgedrungen auf unsere Beiträge verzichten müssen.
Jetzt sind wir in der misslichen Lage, aufgrund des COVID-19 Virus unsere Betriebe teilweise oder in Gänze einstellen zu müssen. Fixe Kosten müssen wir aber dennoch tragen: Mieten / Pacht, eigene Lohnkosten, Nebenkosten, Versicherungen etc. laufen weiter auf. Diesen Verbindlichkeiten können wir unter keinen Umständen weiter nachkommen, solange keine Einnahmen erzielt werden.
Von Tag zu Tag sind wir dadurch mehr dem Untergang gefeit. Denn unsere Mittel gehen zur Neige, Existenzen brechen ein.
Sie haben ein Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) §56, in dem geschrieben steht, dass erst Entschädigungszahlungen für Unternehmen und Selbstständige greifen, wenn diese von staatlicher Seite unter Quarantäne gestellt werden.
Da dies ja offenkundig nicht passiert, erhalten wir entsprechend keine Zahlungen.
Offen gefragt:
Wollen Sie dieses Gesetz umgehen, um die Zahlungen nicht leisten oder Ihrer Verantwortung nicht nachkommen zu müssen?
Nichts anderes beschreiben die Maßnahmen des Öffnens von Gaststättenbetrieben in der Zeit von 9-18 Uhr. (Stand 18.03.2020) Auch trägt diese Maßnahme nicht zur Versorgung der Bevölkerung bei.
Unter diesen aktuellen Umständen führen Sie ein Aussterben einer ganzen Branche mutmaßlich herbei.
Wir brauchen keine zinsfreien Kredite, die zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt werden müssen. Viele Betriebe bedienen noch Kredite und sehen sich in der Pflicht, diese erst einmal zu tilgen. Damit retten Sie nicht unsere Betriebe, sondern lediglich WIEDER DIE BANKEN.
Auch brauchen wir keine Stundung oder Aufschiebung von Steuerzahlungen. Hier helfen nur Erlasse! Sie können doch nicht von uns erwarten zu einem späteren Zeitpunkt doppelte oder dreifache Steuerlasten tragen zu müssen.
Sehr verehrte Damen und Herren,
wir wollen Solidarität zeigen,
wir wollen helfen,
wir wollen reden!
Reden Sie mit uns!
Bringen Sie Licht ins Dunkel und Klarheit in die Köpfe der Gastronomen!
Wir fordern aber ganz deutlich:
- Soforthilfe in Form von Geldfluss, gemessen an der Größe des Unternehmens und der Anzahl an Mitarbeitern. Nehmen Sie die Umsätze der Vorjahre als Grundlage.
- Steuererlass statt Steuerstundung
- Anteilige Übernahme der Gehälter von Selbstständigen und Freiberuflern, analog des Kurzarbeitergeldes der Arbeitnehmer.
- Ein immerwährenden Steuernachlass bzw. eine Festlegung auf 7% MwSt., um die Wirtschaft im Anschluss wieder aus der Krise zu führen und den Unternehmen neue Luft zum Atmen zu geben.
Wir standen und stehen dem Land Sachsen gerne helfend und unterstützend zur Seite. Noch einmal:
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf,
sprechen Sie mit uns
und nennen Sie uns einen Fahrplan, wie wir mit anpacken können, unsere Branche zu retten. Aber stehlen Sie sich bitte nicht einfach aus der Verantwortung.
Das hat die Gastronomie nicht verdient. Sie möchten doch auch bald wieder Essen in unseren Restaurants genießen und das in einer Bandbreite, die diese Branche ihnen und uns allen bietet.
Mit freundlichen Grüßen
Marcus Blonkowski, Nicole Blonkowski, Lisa Blonkmann
UND BITTE: TEILT, WAS DAS ZEUG HÄLT! VERLINKT WIE DIE IRREN UND: BLEIBT GESUND!
Wir dürfen nur 50 verlinken, macht bitte weiter:
Genuss-Atelier
Restaurant Daniel
Restaurant Blauer Engel
Logis Landhotel Rosenschänke
Restaurant "petit frank" -das kleine französische Restaurant in Dresden
Estancia Beef Club
Schmidt's Restaurant & Gourmetcatering
Altes Wettbüro
Lila Soße
Restaurant Webstübchen
Elements DELI Lounge Restaurant
Hotel Bülow Palais Dresden
Café Raskolnikoff
Weinzentrale
Carolaschlösschen
Brauhaus am Waldschlösschen
Hotel & Restaurant Villa Sorgenfrei
meatery bar + restaurant Dresden
Schumann Hotel, Restaurants & Spa-tempel
Schumann's Genusswerkstatt
SchillerGarten
Stresa Restaurant & Catering
Adams Gasthof
Weingut Schuh
DRESDEN 1900
Brasserie Ehrlich
Restaurant Moritz
Kloster Nimbschen Hotel und Event GmbH
Wachbergbaude Saupsdorf
Hocksteinschänke
Weinkulturbar
MAX ENK
Café Herzstück
DER FEINSCHMECKER
Michelin Guide
Kulinarisches Interview
Restaurant-Ranglisten
Gusto - Der kulinarische Reiseführer
Der Varta-Führer
Old Town Pub Döbeln
Prinz Albert Inn Döbeln