29/11/2023
Mehrwertsteuererhöhung für die Gastronomie ist anti-sozial!
Im Januar soll der Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie auf 19 % steigen. Diese Erhöhung wird sich auf die Preise in den Restaurants, Kneipen, Cafés und Brauhäuser auswirken, und zwar zu 100 %!
Die Branche steht unter Kostendruck - und trotz voller Läden ist die Marge so gering, dass die geplante Erhöhung nicht von den Gastronom*innen kompensiert werden kann. Sie wird sich auf den Speisekarten wiederfinden und sie wird bei euch landen, liebe Gäste.
Wenn wir uns den sozio-kulturellen Aspekt der Gastronomie anschauen, vermuten wir hier einen weiteren Rückbau gewachsener Strukturen zum Preis der weiteren Vereinsamung aus Mangel an Versammlungsorten.
Zum Vergleich: Das Essen der Lieferservices, längst in der Hand von internationalen Konzernen, schlägt mit 7% zu Buche und fördert somit den weiteren sozialen Rückzug ins Private.
Das Essen alleine, auf die Hand, verpackt statt auf Porzellan mit Holzgabel statt Service wird stark begünstigt, Verlierer*in dabei:
Die ansässige Gastronomie und ihre Gäste.
Wir aber als Branche, als Gesellschaft, als Gastgeber*innen brauchen diese Orte, an denen wir uns wärmen, austauschen, genießen, Gemeinsamkeiten entdecken, Unterschiede aushalten - kurz: Orte der Menschlichkeit.
Lasst uns gemeinsam laut werden, lasst uns diese Orte für die Zukunft bezahlbar und erlebbar machen!
Eure IG Kölner Gastro