17/08/2026
Welch’ klasse Überraschungen unbekannte Weinbau-Regionen bereithalten. Meine Rückreise vom Baskenland führt mich in die Auvergne, der Herkunft meines Großvaters. Früher baute die Familie Wein für den Hausgebrauch an, wie alle hier.
Vor der Reblaus verfügte die Auvergne über 30.000!!! Hektar; heute 1.000ha.
Unweit der Volvic Quelle Volvic in Blazat ist Stéphane Bonjean 𝓢𝓽é𝓹𝓱𝓪𝓷𝓮 𝓑𝓸𝓷𝓳𝓮𝓪𝓷 Winzer in der 7. Generation. Vielleicht schon viel länger, rückverfolgen kann man es nicht, denn zur Revolution gingen alle Kirchendokumente in Flammen auf.
Stéphane ist Wächter eines wertvollen Schatzes. Er hat wurzelechte Reben, von vor der Reblaus-Katastrophe,,sagenhafte 165 Jahre sind die alt. Daraus entsteht der Wein ‘Les Copain d’abords’ benannt nach einem Georges Brassens Lied. Die Rebsorte ist Noir fleurien, eine sehr seltene autochthonen Rebsorte aus der Puy de Dôme Gegend Puy De Dôme die vom Gouais Blanc (Heunisch) abstammt. Der Wein ist lebendig, saftig, hat viel Kirschfrucht, wenig Gerbstoffe und ist gekühlt ein Sommerträumchen. Bemerkenswert auch seine Chardonnays. Alles schonend verarbeitet, spontan vergoren, minimal Schwefel. Die Weine reifen allesamt 2/4 Jahre im Keller, der in Lava-Gestein gegraben wurde. Grandioses Finale meines Urlaubs.