28/10/2015
Und hier der Text "Der Traumfänger" von Robin Caspar Laufenburg! Sehr gerne dürft ihr auf den Namen hier klicken, so seine Seite besuchen und auch ein Like da lassen. Alles Fair Trade hier! ... und wenn Ihr möchtet dass wir auch euren Text posten dann schickt uns den doch mal rüber!
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Der Traumfänger
Für ihn war es eine harte Zeit. Eine Zeit zwischen Studienleistungen und sinnlosen Feierein,
Klausuren, Büroarbeiten, Kündigungen und Lieben. Ablehnungen. Streits mit der Familie.
Krankheiten und Psychosen, S*x, Süßigkeiten und Drogen; Schlaflosigkeit und Schlafmangel.
Schlafen konnte und wollte er nicht. Er zog Nachts durch die Stadt, durch die Straßen und sprach seine Worte vor sich hin. Es war für ihn eine harte Zeit und nur durch die Straßen ziehend, konnte er diese überstehen. Nur durch die frische Luft und den sternenklaren Nachthimmel. Durch die Schritte seiner Füße. Und durch seine Worte. Durch die Klänge der Stadt. Die die Klänge der Natur wiederhallen ließ. Für ihn war es eine harte Zeit. Doch die Zeit brach durch die Töne seiner Stimme, welche die Stille der Nacht brechen ließ:
Ich bin ein Traumfänger: Ich schlafe nicht. Ich träume bloß. Ich fange alle Träume ab. Behalte und verliere sie, nehme sie mit, gebe sie weg. Gebe sie auf. Gebe sie ab und teile sie: teile sie ein und teile sie auf. Ich sehe in die Zukunft; doch sehe dort nur Vergangenheit. Und wenn dann der Sturm kommt, so bin ich für den Sturm bereit. Ich bleibe wach. Und warte hier; am Horizont. Beobachte die Sterne. Schaue auf den Himmel, schaue in die Nacht. Schau zu dir.
Ich bin ein Traumfänger. Ich bin immer wach. Denn dann, wenn alle anderen schlafen gehen, beginne ich mit meiner Arbeit. Beginne dann; mir die Träume zu nehmen. Die Träume zu jagen. Oder sie aufzugeben. Beginne sie zu hinterfragen oder auf sie einzugehen.
Ich bin ein Traumfänger. Ich schlafe nicht. Ich träume bloß. Male mir die Zukunft und verpasste Vergagenheiten in Träumen aus. Ich bastle mir Welten aus Träumen, Welten aus Staub. Bin mit diesen zwar für die Träume, doch nicht für die Wahrheit bereit. Versinke im Leben, versinke im Traum. Versinke in Fotos, tauche tief im Raum ein. Momente gelebt, doch bereits verträumt. Zeitlos schwebe ich in einer ganz leeren Zeit. Doch kommt der Sturm, so bin ich bereit.
Ich bin ein Traumfängen. Ich fange die Träume, doch fang sie nicht ein. Ich bin unter Menschen, doch bin ich alleine. Ich träume ständig, doch bin immer wach. Ich bin ein Traumfänger. Und stehe ich. Die ganze Nacht. Wartend hier am Horizont. Beobachte die Sterne. Schaue auf den Himmel. Und bleibe immer wach. Ich bin ein Traumfänger. Ich h**e ab.