26/04/2026
Am 9. Mai lädt Guatemala en Berlín zu garnachas in Trespassers ein!
Ab 16 Uhr gibt es frisch zubereitete garnachas – das ikonische guatemaltekische Streetfood! Wir freuen uns auf euch!
Bei Teilnahme bitten wir um eine Reservierung, damit wir genügend garnachas vorrätig haben!
2 große garnachas mit frischem, hausgemachten Guacamol, pulled porc, eingelegter Weißkohl, hausgemachter Tomatensauce (Tomate/Paprika/chile guaque/Koriander/Gewürze), Käse und Salat. 12,80 €
Vegane Variante:
2 große garnachas mit frischem, hausgemachten Guacamol, Zucchiniwürfel in Igashte (geröstete Kürbiskerne/Tomate/chile, Knoblauch/Zwiebeln), eingelegter Weißkohl, hausgemachter Tomatensauce (Tomate/Paprika/chile guaque/Koriander/Gewürze), und Salat. 12,80 €
Dessert des Tages: ein poderoso Pastel Tres Leches. 5,00 €
Kleine Einführung zu garnachas:
Lange vor der spanischen Eroberung hatten die Maya-Völker den Mais bereits zum Mittelpunkt ihrer Kosmologie und ihrer Küche gemacht. Dem *Popol Vuh* zufolge formten die Götter die ersten Menschen aus weißem und gelbem Maisteig.
Mit der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert kamen Schweineschmalz, Frittieren, Essig sowie Schweine- und Rindfleisch auf. Aus dieser Begegnung zweier Welten entstand die Garnacha, wie wir sie kennen: eine in Öl gebratene Tortilla aus einheimischem Mais, garniert mit carne mechada, Tomatensoße, encurtido und Käse aus Zacapa.
Nur wenige Orte verkörpern diese Geschichte so anschaulich wie Esquipulas im Osten des Landes. Jedes Jahr im Januar strömen Hunderttausende Pilger aus Guatemala, Honduras, El Salvador und Mexiko herbei, um den Schwarzen Christus zu verehren – und zwischen Gebeten und Gelübden erfüllt der Duft von frittierten Garnachas die Straßen rund um die Basilika. Die Garnacha-Stände sind ein untrennbarer Bestandteil der Wallfahrt: Den Körper zu stärken und die Seele zu nähren, ist in Esquipulas seit Jahrhunderten ein und dasselbe.
Von den Kolonialmärkten in La Antigua bis zu den Straßenständen der Hauptstadt verbreitete sich die Garnacha mit Arbeitern und Händlern im ganzen Land und nahm regionale Varianten an – knuspriger in Zacapa, reichhaltiger an der Südküste –, ohne jemals ihr Wesen zu verlieren. Heute ist sie das, was sie schon immer war: Volksessen, Festessen, Essen, das man im Stehen teilt. Die Garnacha macht keinen Unterschied zwischen sozialen Schichten oder Regionen. Sie ist ganz einfach guatemaltekisch.