09/01/2026
Moin!
18.01.2026 um 18 Uhr
im Pirata Patata!
„Der subjektive Faktor“
von Helke Sander
( with english Subtitels )
Mit Einführung von Emanuel Kapfinger und Kneipengespräch im Anschluss an den Film
Im Gedenken an die kürzlich verstorbene Charlotte Matthiesen zeigen wir den Film „Der subjektive Faktor“, in dem Charlotte selbst mitspielte. Der Film zeigt das Milieu der neuen Frauenbewegung, in dem Charlotte zuhause und aktiv war.
„Der subjektive Faktor“ spielt in den Jahren 1967-1970 zwischen politischen Plena und Kommune-Leben. Er vermittelt in eindrücklicher Weise das Lebensgefühl in der damaligen politischen Weltlage, sein eigentliches Thema sind jedoch die Brüche zwischen dem Engagement für die Revolution und der Emanzipation des eigenen Lebens. Diese Konflikte spielten sich hauptsächlich als Konflikte zwischen Frauen und Männern ab, die gegenüber den Frauen äußerst herablassend waren. Daher der kritisch gemeinte Titel „Der subjektive Faktor“: Das Subjektive, das eigene Leben und Empfinden, sollte nicht mehr nur ein „Faktor“ der Revolution sein, sondern für sich selbst gelten.
Im Jahr 1968 führten diese Konflikte schließlich zur Abspaltung der Frauengruppen von der männerdominierten Bewegung.
Emanuel Kapfinger schrieb einen Nachruf auf Charlotte für die taz: https://taz.de/Zum-Tod-von-Charlotte-Matthiesen/!6138278/.