04/12/2020
Der beliebte Glühweinverkauf in der Stargarder Straße wurde gestern öffentlich kritisiert. Der Stadtrat des Bezirks Prenzlauer Berg für Umwelt und Ordnung, Daniel Krüger (für AfD) sprach laut dem Tagesspiegel von einer „Pulkbildung“ und „automatischen Verstößen“ gegen den Infektionsschutz.
Hierzu stellen wir fest:
1. Die Marietta hat sich seit dem 02. Juni bis heute stets an alle veröffentlichten Vorgaben gehalten und bewusst vorbildlich agiert, weil wir selbstverständlich zum Schutz der öffentlichen Gesundheit beitragen wollen.
2. Wir mussten dafür erheblichen Aufwand betreiben und Mehrkosten auf uns nehmen, weil die Verordnungen zum Infektionsschutz teilweise im Wochentakt geändert wurden.
3. Die Behauptung, dass die Bars in der Stargarder Straße ein rechtliches „Schlupfloch“ für ihren Glühweinverkauf nutzen, ist falsch. Wir weisen diese Darstellung in aller Schärfe zurück. Der Verkauf von Getränken zum Mitnehmen und Abholen ist im Rahmen des geltenden Rechts auch während des Teil-Lockdowns zulässig und gewünscht. Wir freuen uns, den Menschen in unserem Kiez diese Dienstleistung anbieten zu können.
4. Die Bezeichnung unserer Kundinnen und Kunden als „Pulk“ ist eine Verunglimpfung, die wir ebenfalls zurückweisen.
5. Unsere Kundinnen und Kunden sind mündig genug, um auch nach dem Erwerb eines Glühweins unter freiem Himmel die Hygieneregeln einzuhalten. Der Vorwurf „automatischer Verstöße“ bei Alkoholgenuss stellt sie allesamt unter einen Generalverdacht, der jeder Grundlage entbehrt.
6. Die Äußerungen des Bezirksstadtrates zeugen von einer großen Distanz zu den Bürgerinnen und Bürgern, die nichts anderes tun, als sich an der Tür ihrer Lieblingsbar unter freiem Himmel einen Glühwein zu kaufen. Sie zeugen auch von wenig Verständnis für die Not der Gastronomen und Einzelhändler, die zu den wenigen Gruppen gehören, denen die gesamten wirtschaftlichen Folgen des Krisenmanagements von Senat und Bezirk aufgebürdet wurden.