24/03/2019
Am vergangenen Samstag fand im Snookerverein Green Table Apolda das diesjährige
Traditionsturnier statt. Der Name ist nicht aus einer Tradition in wörtlichen Sinne entstanden,
sondern eine stadtbekannte Brauerei unterstützte uns in den ersten Jahren, in dem sie uns ein
Produkt gleichen Namens zur Verfügung stellte.
Es versprach ein ganz normales Eintagesturnier mit 15 Spielern aus Thüringen und Sachsen zu
werden.
Die Vorrunde verlief wie immer. Für das Viertelfinale qualifizierten sich die nach der Papierform
infrage kommenden Spieler. Doch darunter war eine ganz besondere Paarung. Tino Delling war mit
seinem Sohn Marec (14 Jahre alt) aus Limbach angereist. Er und sein Sohn qualifizierten sich für das
Viertelfinale und spielten gegeneinander. Es war das erste Mal, dass ein Vater auf seinem Sohn in
einer finalen Begegnung traf. Tino Delling bezwang seinen Sohn Marec mit 2:0, was deutlicher
aussieht als es war und stand damit im Halbfinale.
Dort kam es zu einem zum vereinsinternen Duell zwischen Paul N. Schmidt und Frank Hofmann,
beide PBC Erfurt, das Schmidt mit 2:0 gewinnen konnte. Zum anderen spielten Tino Delling gegen
Andy Svennen, ebenfalls PBC Erfurt. Dort setzte sich der Limbacher ebenfalls mit 2:0 durch.
Im kleinen Finale spielte Hofmann gegen Svennen, wieder vereinsintern. Hofmann musste sich am
Ende mit 0:2 geschlagen geben. Er hatte seine Chancen nicht konsequent genutzt und selbst ein
paar leichte Einsteiger für Svennen liegengelassen, die dieser gnadenlos nutzte.
Im Finale standen sich Schmidt und Delling gegenüber. Es sah in den ersten beiden Frames so aus, als
könnte Schmidt durchmarschieren. Beide zeigten nicht die erwarteten hohen Breaks, sondern
sammelten mühsam die notwendigen Punkte, um sich über die Ziellinie zu retten. Im dritten Frame
lag der Erfurter schon weit vorne, als plötzlich Delling den Punktstand auf 48:48 ausglich. Die Regeln
besagen, wenn alle Bälle gelocht sind und Punktegleichstand herrscht, muss die schwarze Kugel
wieder aufgesetzt werden und wer diese locht, der gewinnt den Frame. Nach einigem hin und her
schaffte es Delling die Schwarze zu lochen und sich damit den Frame zu holen. Nachdem Delling den
Anschluss zum 2:1 holte, nutzte er den vierten Frame zum Ausgleich zum 2:2. Damit war alles wieder
offen. Im Entscheidungsframe merkte man beiden Spielern deutlich die Nervosität an, als auch, dass
das Finale schon über eine Stunde dauerte und der Turniertag bereits in der 14. Stunde war. Schmidt
versuchte sich etwas abzusetzen, was Delling einige Zeit nicht zuließ. Am Ende lagen nur noch Pink
und Schwarz auf dem Tisch und Delling brauchte 2 Snooker (Zusatzpunkte durch Foul des Gegners)
um den Frame und damit den Pokal noch gewinnen zu können. Als er sich die ersten Zusatzpunkte
holte, schöpfte er neue Hoffnung, aber Schmidt gab ihm die notwendige Chance nicht mehr. Kurz vor
Mitternacht gratulierte Tino Delling seinem Bezwinger Paul N. Schmidt. Der Erfurter, der auch in der
Bundesliga spielt, hat nach dem Neujahrsturnier auch das zweite Apoldaer Turnier 2019 gewonnen.
Beide Spieler hätten den Sieg verdient, weil es das bisher spannendste Finale in der
Vereinsgeschichte war, beide maximale Leistung abgerufen haben und guten und unterhaltsamen
Snookersport zeigten.
Vielen Dank für die Teilnahme und wir hoffen Ihr seid alle wieder gut zu Hause angekommen.