Wettercafe

Wettercafe WETTERCAFE Meteorologie und alpine Klimatologie im Rahmen einer urbanen Gastronomie. Diplom 2002, Schwerpunkte Synoptik und alpine Klimatologie.

Studium der Meteorologie & Geophysik an den Universitäten Graz und Innsbruck. Seit 2005 selbständiger, unabhängiger Meteorologe und seit 2010 zusätzlich Betreiber vom Wettercafe in Innsbruck, Meteorologie & Klimatologie im Rahmen einer urbanen Gastronomie.

WETTERLETTER maßlose Übertreibungen...wenn man diverse Medien Wetterberichte der letzten Tage konsumierte, könnte man gl...
08/09/2026

WETTERLETTER maßlose Übertreibungen...

wenn man diverse Medien Wetterberichte der letzten Tage konsumierte, könnte man glauben, ab morgen Mittwoch kämen nennenswerte Kälte und der große Regen. Das meteorologische Spektakel wird aber schlimmstenfalls halb so wild…

Eher komplexe Großwetterlage (GWL):
Und damit sogar mittelfristig eher schwierige Prognosen. Ein Tief über der Nordsee schickt uns morgen seine Kaltfront, das ist noch relativ sicher. Nachfolgend sollte sich ein mäßig aktives Rand-Tief im oberen Mittelemeerraum bilden und das macht die Prognose zum Donnerstag hin schon etwas unsicher. Egal, wir gehen mal chronologisch weiter…

Heute bis morgen Früh:
Hochsommerlich geht es durch den Tag und bis weit in die Nacht hinein. Leichter, im Gebirge auch mäßig starker Föhn sorgen für Tmax um 33 Grad in Innsbruck und tiefen Lagen in Tirol. Nahe an den Ösi-weiten Tmax gut 34 Grad. Schon über die Nacht geistern einzelne Schauer und Gewitter herum und morgen Früh wird es zuerst von Südwesten her immer unbeständiger.

Mittwoch-Donnerstag:
Nach Osten zu immer noch leicht föhnig und warm, es drängen aber immer mehr Wolken, Schauer und auch einzelne Gewitter von SW her ins ach so heilige Land. Am Nachmittag und Abend dreht die Strömung mehr auf West, dann auf Nordwest und es kommen auch die kühleren Luftmassen daher. Dann ist es mit den halbwegs ergiebigen Niederschlägen im Raum Tirol aber bald wieder vorbei. Wahrscheinlich, denn was genau am Donnerstag passiert, ist in den aktuellen Modellen noch immer nicht einheitlich, also werden wir morgen ein Update machen und heute gar nicht weiter spekulieren.

Schnee in den Hochlagen?
Naja, bis morgen Mittag zumindest, regnet es noch bis weit über 3000m hinauf. Dann wird es von NW her langsam kühler und die Schneefallgrenze sinkt auf 3000m, später auf rund 2500m, lokal und kurz noch etwas tiefer. Im Raum Tirol zumindest. Aber das alles ja nicht wirklich was mit einem richtigen, herbstlichen „Kälteeinbruch“ zu tun.
Bis Donnerstag kommen in den Hochlagen wohl einige cm Schnee daher und nur wenn sich wirklich ein Tief über Oberitalien einmischen wird, werden es um den Alpenhauptkamm halt ein paar cm mehr, aber das ist alles eher noch im Bereich Kosmetik anzusiedeln.
Gut, es wird von Mittwoch auf Donnerstag und wohl ein paar weitere Tage deutlich weniger warm, als zuletzt, also die Tmax um gut 10 Grad tiefer, aber das ist dann so ziemlich genau der für die Jahreszeit zu erwartenden Klimazustand, siehe auch Abb. 1, der aktuelle 06 Uhr GFS Modelllauf...

WETTERLETTER ein Sommer wie in Rom!Der Sommer 2026 war auch hierzulande sehr warm, lt. GSA um 4,3 oder 4,4 Grad über dem...
04/09/2026

WETTERLETTER ein Sommer wie in Rom!

Der Sommer 2026 war auch hierzulande sehr warm, lt. GSA um 4,3 oder 4,4 Grad über dem Flächen-Klimamittel 1961-1990. Keine Ahnung wie die Abweichung in der selben Anstalt zustande kommt, aber egal, jedenfalls die alten Rekorde von +4,0 Grad Abweichung deutlich übertroffen.

https://klimaportal.geosphere.at/klimamonitoring/?view=fullscreen¶m=t&period=period-ys-2026-2&ref=1

https://www.geosphere.at/de/aktuelles/news/heissester-sommer-der-messgeschichte-rekordtemperaturen-an-mehr-als-100-messstationen-der-geosphere-austria

Ein Blick in den Mittelmeerraum:
Tatsächlich war dieser Sommer in Wien fast exakt so warm und trocken, wie ein durchschnittlicher Sommer im italienischen Rom. Damals, in der Klimanormalperiode 1961-1990. Die 24 Grad Sommermittel T und nur gut 130 Liter Niederschlag entsprechen tatsächlich süditalienischen Verhältnissen vor ein paar Dekaden.

Und Innsbruck passt ganz gut zu den Mailänder Daten von damals, hier hat es von 1. Juni bis 31. August immerhin 325mm geregnet (entspricht Liter/m²) und mit 22,6 Grad war der Sommer in Innsbruck immerhin um 1,6 Grad weniger warm als der in der Ösi Hauptstadt.

Unsere Gletscher schaun auch so aus, als wenn die Alpen im oberen Mittelmeerraum lägen…😉

Ist ein Sommer Ende in Sicht?
Ja eh, kalendarisch dann am 23. September, witterungsbedingt aber wahrscheinlich schon früher. Die Modelle zeigen doch ziemlich einheitlich, dass ab Mittwoch den 09.09. ein Wetterumschwung eintreffen sollte. Aber das schaun wir uns demnächst genauer an…

Heute Freitag wird es auch in Tirol nochmals sommerlich warm und sehr sonnig. Tmax bis zu 32 Grad sind im Inntal zu erwarten.
Morgen streift eine schwache Kaltfront, also ein paar Grad weniger, oft stärker bewölkt aber nur regional ein wenig Regen möglich. Von Sonntag bis Dienstag wieder mehr Sonne und Tmax bis knapp 30 Grad ansteigend, aber dann…

Abb.1 zeigt noch das aktuelle GFS- Ensemble für den Raum Innsbruck. Recht deutlich ist die Abkühlung am 09.09. zu erkennen, ob diese auch nachhaltig wird und ergiebige Niederschläge dabei hat, ist noch nicht so sicher.

WETTERLETTER Staub-Wind und schwache Kaltfront...Schon heute Donnerstag wurde es durch Saharastaub eher diesig, es bleib...
27/08/2026

WETTERLETTER Staub-Wind und schwache Kaltfront...

Schon heute Donnerstag wurde es durch Saharastaub eher diesig, es bleibt aber sonnig und sehr warm. In den Bergen bereits lebhafter Südföhn, welcher morgen auch im Raum Innsbruck für kräftige Böen sorgen wird.

Abb.1 von der GSA zeigt diese markante Saharastaub-Wolke:
Durch die Großwetterlage bzw. der südwestlichen Anströmung kommt nun wieder mal dieser Staub auch in den Alpenraum. Richtung Westen klar abgegrenzt durch die Kaltfront, welche Österreich morgen Abend erreichen wird. Oben im Bild die Situation um morgen Mittag, es wird also noch etwas „staubiger“ als heute und unten die Lage Samstag Früh. Der Spuk ist also bald wieder vorbei, die Strömung ändert sich und auch der Niederschlag wäscht die Atmosphäre sozusagen wieder sauber.

Mäßig bis starker Südföhn am Freitag:
Morgen sind auch in Innsbruck Böen um 80km/h zu erwarten, in exponierten Lagen wie am Patscherkofel auch Orkanböen. Meist noch ziemlich sonnig, wenn auch „Sahara“ verschleiert und nochmals sommerlich warm mit Tmax um 30 Grad. Lokal auch darüber. Erst gegen Abend ziehen aus SW einige Schauer durch (Raum Innsbruck) und zum Samstag hin bringt die Kaltfront nochmals kräftige Güsse, regional sind auch ein paar Gewitter dabei.

Samstag früh ist aber alles wieder Geschichte, es lockert bald auf und es wird ein recht sonniger Tag mit Tmax um 25 Grad im Inntal.
Nur kurz schneit es davor in den Hochlagen etwas unter 3000m herab, das 2026 Einschneien der meist total blanken Gletscher dürfte also noch etwas dauern. Auch am Sonntag und Montag spätsommerliches, recht sonniges Wetter.

WETTERLETTER und schon ist der Urlaub wieder vorbei…Brav haben wir ein wenig saniert und renoviert und schon sind die ve...
24/08/2026

WETTERLETTER und schon ist der Urlaub wieder vorbei…

Brav haben wir ein wenig saniert und renoviert und schon sind die vermeintlich freien Tage rum. Ab heute also wieder BEST B**R In TOWN 😊

Wetter-Wochenüberblick:
Leicht durchwachsen, aber überwiegend sonnig und warm geht es bis Freitag so dahin. Eher langweilig, ich rate für solche Wetterprognosen die Seiten von der GSA an, klicken sie auf das jeweilige Bundesland und lesen sie die Text Prognosen, nicht die automatisierten Produkte. Das ist, wenn eher oberflächlich und gratis immer noch besser als diverse Apps. https://www.geosphere.at/de/karten/wetterprognose =8

Von Freitag auf Samstag dürfte es spannender werden, es nähert sich eine Kaltfront aus NW. Davor könnte kräftiger Südföhn aufkommen und danach stärkere Niederschläge, aber alles noch nicht konkret vorhersagbar.

Hitze und Dürre:
Vor allem im Osten Österreichs gab es diesen Sommer viele sehr warme und richtig heiße Tage, im Flächenmittel liegen wir lt. GSA aktuell 4,2 Grad über dem Klimamittel 1961-1990 für diesen Sommer. Es wird bis zum meteorologischen Herbstbeginn am 1. September wohl ein knappes Rennen und den Rekord, 2024 und 2003 waren es +4,0 Grad.
Vielerorts fiel auch deutlich weniger Niederschlag als „normal“, aber nicht überall. U.a. ist der Raum um Innsbruck so gesehen halbwegs in einem Klimamittel. Verschärft wurde die Dürre jedenfalls durch die so wenig beachtete Verdunstung. An so vielen so sonnigen, heißen Tagen mit einer geringen relativen Luftfeuchte verdunsten Unmengen an Wasser, folgend ein paar Größenordnungen:

An einem stärker bewölkten, niederschlagsfreien Sommertag mit Tmax um 25 Grad und kaum Wind sind es bei einer rF (Tagesmittel) Annahme um 50% gerade mal um 3-5 Liter/m², welche in die Atmosphäre verduften können. Liegt die Tmax jedoch um 35 Grad und die rF im Mittel um 25%, sind es bereits an die 10L/m². Kommt nur mäßig starker Wind dazu, können sich diese Werte schnell verdoppeln und verdreifachen!

Freilich, das gilt jetzt für Wasseroberflächen oder auch Landflächen, solange genügend Feuchte vorhanden ist. Herrscht bereits Dürre, sinkt die mögliche Verdunstung radikal ab. In einer der ganz heißen Wochen dieses Sommers konnten regional wohl um 100L/m² verdunsten. Tauschen wir diese Woche mit einer, wo es netto eine Plus von sagen wir 50L Feuchte / m² sind, dann macht das in Summe fast so viel aus, wie es in einem „normalen“ Sommer in Wien regnet. Also nur mal zur groben Orientierung, wie viel Wasser von der Luft an so heißen, sonnigen Sommertagen „aufgesaugt“ werden kann. Irgendwann und irgendwo kommt alles freilich wieder runter…

Abb.1 (Quelle GSA) zeigt noch die Niederschlagskarten für das Jahr (unten) und den Sommer 2026:
Beachte dabei auch, dass „normal“ in Österreichs ganz unterschiedlich sein kann. In Bregenz gab es dieses Jahr bislang 645mm (entspricht L/m²) Niederschlag und die Zone ist dunkelbraun gefärbt, also viel weniger als in der Referenzperiode. 289mm sind es bis heute in Eisenstadt, auch zu trocken, aber die extrem trockenen 645mm aus Bregenz würden dort im Osten ein sattes Feuchtüberangebot von rund 30% bedeuten. Also, auch hinsichtlich diverser Dürre-Ernteausfälle sind solche Karten mit Vorsicht zu interpretieren…
Aber was schert uns die Dürre der anderen…Prost…😉

WETTERLETTER eine Schwalbe macht keinen Sommer...Aber wir fliegen jetzt für ein paar Tage davon. Heute hat das Wettercaf...
14/08/2026

WETTERLETTER eine Schwalbe macht keinen Sommer...

Aber wir fliegen jetzt für ein paar Tage davon. Heute hat das Wettercafe noch geöffnet, dann gönnen wir uns ein paar Tage Pause und schon am Montag, den 24. August geht´s wieder fröhlich weiter.

Aber was macht denn wirklich so richtig Sommer?
Wir werden den Sommer 2026 sicher noch öfters analysieren, denn er war auch im Alpenraum wirklich außergewöhnlich und daran wird sich die letzte gut zwei Wochen auch nicht mehr viel ändern. Demnächst liegt der Sommer um 4,4 Grad über dem Klimamittel 1961-1990 (siehe auch Abb.1, ZAMG, Spartacus, Flächenmittel) und es müsste bis 1. September schon ziemlich kühl weiter gehen, um noch unter die alten T Rekorde (2003 und 2024) von +4,0 Grad zu fallen.

Der Zufall, die Dynamik der Atmosphäre konnte diesen Sommer offensichtlich nicht anders, als genau über dem Bereich Nordafrika-Europa einen Wellenberg nach Norden zu drängen. Dieses Subtropenhoch hat sich immer wieder neu aufgebaut und regional für mehrere intensive Hitzewellen gesorgt. Zudem gab es über weite Flächen große Trockenheit, was angesichts solcher Wetterlagen aber auch nicht verwundern sollte. Wie auch immer, wir werden uns das über unseren Urlaub alles noch genauer ansehen…

Etwas Abwechslung kommt ins Wetterspiel:
Heute ist es in weiten Teilen Österreichs noch fast wolkenlos und die Tmax erreichen häufig 30-35 Grad. Morgen Samstag wird die Atmosphäre schon etwas labiler, gegen Abend sind auch in Tirol ein paar Gewitter wahrscheinlich. Davor nochmals sehr warm. Am Sonntag bereits tagsüber ziemlich unbeständig und schwül-warm.
Dann streift eine Kaltfront und es sollte in ganz Österreich mal nennenswert abkühlen. Mehr dazu demnächst.

Dem Augustiner ist das alles egal, es hat nach wie vor 5 Grad Celsius und heute wird ab 14 Uhr gezapft, einfach so…

WETTERLETTER Rekorde über Rekorde...Gestern gab es tatsächlich 9 amtliche Wetterstationen, welche ein Tmax von 40,0 bis ...
05/08/2026

WETTERLETTER Rekorde über Rekorde...

Gestern gab es tatsächlich 9 amtliche Wetterstationen, welche ein Tmax von 40,0 bis 41,0 Grad registrierten. Alles im Großraum Wien.
Den neuen Ösi-Rekord hält nun die Station Stammersdorf, knapp nördlich von Wien auf 191 m Seehöhe, mit eben 41,0 Grad.
Die Bad Deutsch-Altenburger, amtliche Träger des alten Rekords mit 40,5 Grad am 8. August 2013, haben ihre Popularität leider verloren, vielleicht auch nur vorübergehend…

Wie sind historische und moderne Temperaturmessungen vergleichbar?
Bleiben wir mal in Österreich. Kaiser Franz Joseph I. hat 1851 die Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus bewilligt, bald danach unsere bekannte Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Übrigens der erste staatliche Wetterdienst der Welt, die ZAMG. Hochintelligente haben also den traditionsträchtigen und früher auch weltführenden Wetterdienst unlängst in Geosphere Austria (GSA) umbenannt. Was für ein politisch getriebenes Elend.

Temperaturmessungen gab es aber schon davor. In Innsbruck, Wien oder auch Kremsmünster haben sich schon im 18. Jahrhundert „Gelehrte“ für Meteorologie zumindest instrumentell interessiert. Aber was gab es denn damals für Thermometer? Wo waren diese aufgestellt? Wie genau sind heutige Messungen im Vergleich zu damals? Dieses Teilgebiet der Meteorologie und Klimatologie ist eigentlich eine eigene Wissenschaft.

Man stelle sich bitte einfach mal vor, wie denn eine Vergleichbarkeit von Tmax heute und damals möglich werden soll, wenn heute sensible Sensoren die Temperatur alle 10 Sekunden sehr genau erfassen, dann ein 10-Minuten- oder Stundenmittel gebildet wird und damals Menschen mit unterschiedlicher Sehstärke und etlichen weiteren „Menschlichkeiten“ eine Temperatur ablesen und manuell zu dokumentieren pflegten.. Von Niederschlägen reden wir jetzt besser gar nicht.?!

Die sogenannte Homogenisierung:
Die ersten Thermometer waren oft einfach auf der Nordseite von Gebäuden montiert. Man wusste freilich schon damals, dass direkte Sonnenstrahlung die Messwerte radikal nach oben verändert. Das ist vor allem im Sommer ein riesiges Problem, da bei uns die Sonne im Nordosten aufgeht und im Nordwesten untergeht. Also waren viele Messungen damals total strahlungsverseucht, abgesehen von der Abwärme gewisser Gebäude, an denen die Thermometer fixiert waren.
Man einigte sich irgendwann, Temperaturen nur noch in einheitlichen „Wetterhütten“ zu messen. Also diese weiß lackierten, vogelhäuschenähnlichen, recht gut durchlüfteten Holzkästen. Das war freilich eine gravierende Verbesserung, aber noch immer waren „Menschlichkeiten“ bei den Ablesungen beteiligt. Zehntelgrad hin und her, ja eh… Fast rein weiße Wetterhütten, die ja möglichst alles an Sonnenstrahlung reflektieren sollen, werden mit den Jahren auch dunkler, eher grau, und absorbieren dann deutlich mehr Strahlung. Das kann das Thermometer im Inneren schon mal um Zehntelgrade verseuchen, tagsüber und speziell bei \(T_{max}\) an sehr sonnigen Tagen.

Wie sollen wir also wissen, wie hoch genau die Temperaturen damals an einem Tag X waren? Es gibt dazu sehr aufwendige Verfahren wie im von der ZAMG betriebenen HISTALP-Prozedere, wo man eben versucht, historische Daten mit modernen anzupassen. Meines Erachtens ist das eine gute Arbeit, und man nähert sich recht gut einer Vergleichbarkeit der Temperaturmessungen an. Aber alles ist freilich mit Fehlern und Unsicherheiten behaftet, und so sollten wir uns niemals auf Zehntelgrade versteifen. Kann man einfach nicht so genau wissen, selbst wenn es von den üblichen Pseudo-Experten und Gaga-Medien behauptet wird.

Der Verfall der Wissenschaften: Was viele über die Corona-Jahre bereits mitbekommen haben – auch wenn sie selbst abseits jeder akademischen Tätigkeit und ach so hochwissenschaftlichen Lektüre leben –, ist, dass sich weite Teile der sogenannten „Wissenschaft“ nicht nur politisch korrumpiert haben; es ist auch aus weiteren Gründen ein radikaler Einbruch bei der Qualität wissenschaftlicher Publikationen festzustellen. Das betrifft insbesondere die Klimatologie. Ich werde das hier und heute nicht weiter ausführen, ich darf dazu aber eine Sommerlektüre mit höchster Empfehlung anraten. Nach dem sinnerfassenden Lesen dieser populärwissenschaftlichen Abhandlung könnte man vieles sehr viel besser verstehen.

Was bedeutet das völlig anti-wissenschaftliche Mantra „Konsens“ in den Wissenschaften? Wie viele von sogar angeblich peer-reviewten Publikationen in den renommiertesten Fachzeitschriften sind nachweislich Vollholler? Investieren Sie ein paar Euro für Dr. Dipl.-Ing. Alexander Schatten (Lehrbeauftragter an der Universität Wien), und wir müssen hier nicht schon wieder Mantras, Dummheiten, Religion und Propaganda diskutieren… diese kenne ich übrigens alle, seit bald 30 Jahren als studierte Oberpfeife, ihr noch mehr Pfeifen!

https://www.schatten.info/cv.html
https://seifertverlag.at/liest/alexander-schatten-hexenmeister-oder-zauberlehrling/?srsltid=AfmBOop8P0ava_xPSibP2FLCNE2LaQZOsdlWRAJyvka4Da-9xqeQtAGt

WETTERLETTER die armen Wiener...Wie angekündigt, hat sich nun das hartnäckige Subtropenhoch nochmals über weiten Teilen ...
03/08/2026

WETTERLETTER die armen Wiener...

Wie angekündigt, hat sich nun das hartnäckige Subtropenhoch nochmals über weiten Teilen Mitteleuropas schön „aufgeblasen“. Es wird in ganz Österreich sehr warm, ganz im Osten richtig heiß. Im Großraum Wien z.B. erwarten wir bis inkl. Mittwoche Höchstwerte um 40 Grad.

Die Sache mit der Strahlungsbilanz:
Bei solchen Wetterlagen ist die maximal erreichbare Luft-Temperatur auch in Österreich fast ausschließlich über die Strahlung bzw. die Strahlungsflüsse determiniert. Klar, unsere Sonne liefert mal die gesamte Strahlungsenergie und bei oft nahezu wolkenlosem Wetter kommen um die Mittagszeit gerne um 1000 Watt pro Quadratmeter am Boden an. Dieser kann, je nach Oberfläche, oft so um 10-30% davon sofort wieder zurück ins All reflektieren (Albedo 0,1-0,3). Diese „Energie“ hat also keine Wirkung auf die Erwärmung. Der immer noch dicke Rest kann die Erdoberfläche aber auf rund 40-60 Grad Celsius erwärmen, an Tagen wie diesen. Aber, eine heiße Oberfläche strahlt auch sehr effektiv ins All ab und zwar mit der 4. Potenz der Temperatur nach den Stefan-Boltzman Gesetzt und das limitiert die weitere Erwärmung!
Und wenn die Oberflächen so warm werden, dann messen wir auch an den amtlichen Stationen um und über 35 Grad im Schatten. Warum nicht mehr, dazu vielleicht demnächst mal…

Welche Rolle spielt die Verdunstung?
Um flüssiges Wasser in gasförmigen Wasserdampf umzuwandeln, benötigt es ziemlich viel Energie. Wenn nun also an so einem sonnigen Sommertag die Wiesen, Felder usw. in der Früh noch feucht sind, dann geht ein Teil der Sonnenstrahlung so gesehen verloren, wenn diese Feuchte ja verdunstet werden muss. Der Temperatur Anstieg wird also etwas verzögert, im Vergleich zu oft trockenen Oberflächen, wie z.B. in den Innenstädten.

Um Tmax um 40 Grad in Österreich zu erreichen, braucht es also auch eine gewissen Trockenheit. Und die haben wir, vor allem auch im NO von Österreich. Dann kommt noch dazu, welches Grünzeugs überhaupt noch Wasserdampf liefern kann. Bäume sind da oft sehr lange zuverlässig, kleines Gewächs bekommt viel schneller „Hitzestreß“. Dann verschließen die sich sozusagen, schützen sich vor weiteren Wasserverlust und geben nichts mehr nach außen ab, was verdunstet werden könnte. Dann steht all die Sonnenstrahlung zur Erwärmung der Oberfläche und der Luft darüber zur Verfügung. Ganz so trivial ist die Sache im Detail dann nicht, aber für diese Anschauungen völlig ausreichend. War es in Regionen die letzten Tage bis Wochen schon ziemlich trocken und heiß, dann sind bei entsprechender Wetterlage gerne um 2-3 Grad zusätzlich drin (Tmax), als in Regionen, wo es doch immer wieder satte Güssen gab.

Die armen Wiener also…
Nicht nur politisch geplagt, nun auch noch die elende Hitze in und um Wien. Auch wenn genau so was unsere Klimaschützer in Wahrheit extrem freut, darf ich ein wenig vergleichen. Auch in und um Innsbruck war der Sommer bislang ausgesprochen warm und sonnig, aber eben nicht so trocken wie anderswo. Wir hatten über diese Hitzewellen immer wieder Schauer und Gewitter, so weit Abkühlung gegen Abend und in der Früh mehrere Stunden so um 15-19 Grad, wo man effektiv Lüften und abkühlen konnte. Ich habe in meiner Bude aktuell genau 25 Grad, der Venti läuft, es ist richtig angehen.

Aber, wenn man diesen Sommer in Regionen und Umständen leben musste, wo es in der Früh schon deutlich über 20 Grad hat, man die Hitze tagsüber schlecht abschotten kann und auch das Lüften schwierig wird, ja dann wird es ohne Klimaanlagen wirklich zach. Rotglühende Hitzewarnungen der Obrigkeiten helfen da freilich, auch wenn es weder in der Bude noch sonstwo deswegen kühler wird, wenn Hitze amtliche bestätigt ist, dann fällt das Leiden leichter. Oder so irgendwie vielleicht. Wichtig ist, wie wir über die Corona-PCR Pandemie gelernt haben, den Alarm möglichst hoch zu halten, egal welchen, aber täglich! Das ist das Beste für die Gesellschaft, das bringt uns weiter, ganz sicher!

Abb. 1 zeigt noch den aktuellen Stand der Österreich- Verbrennung. Die Farbgebung stammt vom VOEST-Hochofenmodell, die Quelle ist unsere geliebte GSA (Spartacus). Bis inkl. gestern war dieser Sommer also exakt genau so überhitzt, wie die Sommer 2003 und 2024 (zu Klimamittel 1961-1990).
Die kommenden Tage sind wir dann sicher über Rekordniveau unterwegs, mit Sommerende am 1. September orakle ich, dass wir nur den 3. Platz erreichen werden. Aber das ist freilich kein Grund, die Klimakatastrophe zu verharmlosen, gell…😉

31/07/2026

GWL Animation nach dem ganz aktuellen GFS Hauptlauf.

Dieser tage ist es ja vor allem im Westen Österreichs ziemlich gewitrig geworden. Ab Montag scheint sich aber dieses mächtige und so gesehen hartnäckige Suptropenhoch nochmals über Europa aufzublasen und neuerlich für Tmax bis zu 40 Grad in Teilen Österreichs sorgen.

Erst zum nächsten Wochenende hin dürfte es zumindest vorüergehend deutlich kühler und auch flächendeckend etwas feuchter werden. Aber das ist aus heutiger Sicht alles noch unsicher.

Tja, ein beeindruckender Sommer, wird wohl in die Annalen der Meteorologie eingehen...

WETTERLETTER subtropisch!Neuerlich baut sich über weiten Teilen Europas ein mächtiges Hochdruckgebiet auf. Vollgefüllt m...
28/07/2026

WETTERLETTER subtropisch!

Neuerlich baut sich über weiten Teilen Europas ein mächtiges Hochdruckgebiet auf. Vollgefüllt mit subtropischen Luftmassen erstreckt sich dieses von Nordafrika bis weit in den Nordosten Europas. Der Alpenraum liegt bald voll im Hoch und was das zu dieser Jahreszeit bedeutet, müsste man eigentlich nicht großartig erklären versuchen…

Warum wurden solche Großwetterlagen im Raum Mitteleuropa deutlich häufiger?
Das wäre eigentlich die Frage, welche all unsere Experten, ideal die „weltführenden Meteorologen-Klimatologen“ zu beantworten hätten. Aber darum bemüht sich niemand, jedenfalls nicht populär und das hat freilich seine Gründe. Mit Beginn der 1990er Jahre wurden solche Wetterlagen über die Sommer immer häufiger, eben auch im Alpenraum. Die unvermeidliche Konsequenz sind deutlich mehr Sonnenstunden, höhere Temperaturen und eine veränderte Niederschlagsverteilung. Mehr Schauer und Gewitter (Starkniederschläge) auf Kosten von länger anhaltenden Niederschlägen unter Tiefdruckeinfluss. Die sommerlichen Gesamtniederschläge blieben langfristig dennoch nahezu konstant, mehr Verdunstung bei so viel mehr an Sonnenstunden und höheren T führte zuletzt jedoch zu einem Feuchtedefizit im Alpen-Großraum, mit regionalen Unterschieden.

Aber egal welche Anomalien oder Besonderheiten da wie dort auftreten, schuld muss immer DER Klimawandel sein und damit ist zumindest offiziell die anthropogene globale Erwärmung, pardon, Erhitzung gemeint, primär durch CO2 Emissionen angetrieben. Das ist freilich sehr bequem und ganz bewußt so erzählt, dennoch physikalisch-klimatologischer Vollholler.

Denn zumindest auf regionaler bis kontinentaler Skala gibt es auch über alle Interglaziale relevante Klimaschwankungen. Im Alpenraum müssen viele Sommer über das Römische- und Mittelalter Klimaoptimum ähnlich verlaufen sein, wie die letzten Dekaden. Die Gletscher waren ähnlich klein wie heute und sind erst nach dem Mittelalter gewaltig angewachsen, bis diese oft erst im 19. Jahrhundert ihre maximale Ausdehnung der letzten 10.000 Jahre erreichten. Genau diese Phase, auch Ende der Kleinen Eiszeit genannt, ist für unsere Superexperten und Klimahelden die Referenzperiode, an der wir das Wetter und Klima heute und in Zukunft vergleichen. Sicher nur Zufall 😉

Das dynamische Klimasystem braucht keine so genannten Antriebe, um sich zu verändern!
Diese rein stochastischen Variationen sind mächtig genug, um auf regionaler Skala große Gletscher Vorstöße und Rückgänge zu generieren und natürlich auch eher heiße bis hin zu unterkühlten Sommern, wie wir sie im Alpenraum so zwischen 1950 und 1980 noch häufig hatten, erleiden mußten, wenn man so will. Es braucht auch keine schwammigen Erklärungen wie, damals gab es viele oder kaum heftigen Vulkanismus, oder die Sonne hatte weniger Flecken usw. Nein, das alles kann zwar mitspielen, aber es braucht nichts davon für rein natürliche Klimaänderungen. Das ist das Problem bei fast allen Modellen, diese bekommen das nicht wirklich auf die Reihe und so wird weiter das Märchen erzählt, an allem kann nur der Mensch, das böse CO2 schuld sein. Das ist Klimapolitik, aber keine Wissenschaft!

Jedenfalls wird es die kommenden Tage sehr warm!
Heute Dienstag sind wir noch recht frisch in den Tag gestartet und mit Tmax um 30 Grad im Inntal wird es noch ein ganz normaler, sonniger Sommertag. Morgen Mittwoch etwas wärmer, nur gegen Süden zu (Tirol) auch ein paar Schauer und Gewitter im späteren Tagesverlauf.
In Abb. 1 sehen wir die GWL-Situation am Donnerstag. Das Hoch hat sich voll über Europa aufgebaut. In weiß ist die so genannte Keilachse eingezeichnet. Diese ist hinsichtlich Gewittertätigkeit recht interessant, denn befindet sie sich noch westlich (stromaufwärts) vom Ort, ist die Atmosphäre ziemlich stabil und Gewitter selten bis ausgeschlossen. Also diese Kleinigkeit, diese Verlagerung des Hochs kann in Folge für mal mehr, dann wieder nur ganz vereinzelte Gewitter sorgen. Kann man heute noch nicht zuverlässig abschätzen. Jedenfalls wird es an den Nachmittagen ab Donnerstag auch im Inntal ziemlich heiß, Tmax um 37 Grad sind zu erwarten, in Städten, wie an der Station UNI Innsbruck vielleicht noch etwas mehr.

Ab Freitag verlagert sich die größte Hitze eher in den Wiener Raum, lokal sind neuerlich Werte an die 40 Grad möglich. Derweilen bleibt die Luft aber ziemlich trocken, die relative Liftfeuchte ist gering, der Taupunkt und die Feuchtkugel T unter und um 20 Grad zum Tmax, als kann man allein mit Ventilatoren eine effektive Kühlung erzeugen 😊

Abb. 2 zeigt noch die Temperatur Abweichungen für Donnerstag im großen Europaausschnitt. Klar zu erkennen die stark positiven Anomalien um Mitteleuropa im Einflußbereich des Subtropen-Hochs. Wir sehen aber auch Regionen, wo es deutlich zu kalt ist für die Jahreszeit. Erwähnen sie solche aber bitte nicht, denn das grenzt heute an Verharmlosung der Klimakatstrophe und dürfte bald strafrechtlich verfolgt werden. Kein Scherz, einigen EU-Politikern geistern solche Maßnahmen tatsächlich zwischen den Ohren rum…

24/07/2026

WETTERLETTER

heute Früh gabe es sogar leichten Frost. An den zwei bekannten Stationen da ganz im Norden Österreichs sank die sogar in Tallagen knapp unter Null, aber auch in Tirol war es lokal recht frisch, mit Werten nahe 5 Grad in Seefeld oder um 10-13 Grad im Inntal.

Morgen wird es sommerlich warm mit gut 30 Grad im Inntal, dazu schon deutlich mehr Quellwolken am Nachmittag und Richtung Süden einzelne Gewitter. Am Sonntag und Montag deutlich unbeständiger im Raum Tirol mit moderaten Temperaturen.

Nächste Hitzewelle?

Ja, zum nächsten Wochenende hin ziegen es alle Modelle recht einheitlich. Es baut sich neuerlich ein gewaltiges Hoch über Europa auf, voll mit subtropischen Luftmassen. Tmax nahe und sogar über 40 Grad sind dann sogar in weiten Teilen Mitteleuropas möglich. Bin schon gespannt, wann unsere so hoch geschätze WHO endlich den ersten Klima-Lockdown anraten, also quasi befehlen wird....;-)

Video: Timelapse "Rauchende Nordkette"

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