06/09/2026
„Wir holen uns unser Land zurück.“
Dieser Satz macht mich nachdenklich.
Denn wer entscheidet eigentlich, wer zu diesem „Wir“ gehört?
Ich habe ukrainische Mitarbeiter – und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Sie sind großartige Menschen und hervorragende Mitarbeiter. Sie leisten jeden Tag ihren Beitrag, damit unser MARKTPL8TZ ein Ort und Treffpunkt für alle ist.
Sie arbeiten gewissenhaft und sind längst ein wichtiger Teil unseres Miteinanders.
Und gerade deshalb beschäftigt mich dieses „Wir“ besonders.
Meine Mutter war erst vor Kurzem im Krankenhaus, anschließend in Kurzzeitpflege und danach in der Reha. In dieser Zeit habe ich erlebt, wie dringend wir auf unsere ausländischen Mitbürger angewiesen sind, die in unserem Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten – ganz unabhängig davon, wo sie geboren wurden.
Viele dieser Menschen haben einen Migrationshintergrund. Ohne sie wäre die Versorgung meiner Mutter in dieser Form kaum möglich gewesen.
Deshalb frage ich mich: Was bedeutet es eigentlich, wenn Politiker davon sprechen, sich „unser Land zurückzuholen“?
Ich möchte in einem Deutschland leben, in dem Leistung, Anstand und Menschlichkeit mehr zählen als Herkunft.
In einem Deutschland, in dem nicht gefragt wird: „Wo kommst du ursprünglich her?“, sondern: „Was trägst du zu unserer Gesellschaft bei?“
Mein Deutschland muss niemandem „zurückgeholt“ werden.
Deutschland ist kein Besitz, den man sich zurückholen kann. Es ist unser gemeinsames Zuhause. 🇩🇪🇺🇦
Eine sehr nachdenkliche
Christel Mühlbauer 😞