24/05/2022
W I N E T I M E .
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Tag der Weinbergschnecke.
Woher hat die Weinbergschnecke ihren Namen?
Früher fand man die Weinbergschnecke häufiger in Weinanbaugebieten als woanders, und das aus
gutem Grund: Denn Böden, auf denen Wein angebaut wird, sind oft sehr stark kalkhaltig. Und
Schnecken brauchen kalkhaltige Nahrung, um in den ersten Lebensjahren ihr Gehäuse, das sie ihr ganzes Leben mit sich herumtragen, aufzubauen und zu festigen.
Angeblich wurden Weinbergschnecken sogar gezüchtet, um den Winzern ein bisschen Arbeit abzunehmen, denn sie ernähren sich auch von Weinlaub. Dadurch wurde der Laubbesatz der Rebstöcke ausgedünnt und die Trauben bekamen mehr Sonne ab, was wiederum zu einem höheren
Zuckergehalt führte. Und wenn die Schnecken sich groß gefressen hatten, sammelte der Winzer sie ein und verspeiste sie zum Abendessen.
Noch heute sind Weinbergschnecken eine echte Delikatesse und werden nach wie vor in der gehobenen Gastronomie serviert. Diese Schnecken, auch Kaiserschnecken genannt, werden aber eigens für den Verzehr gezüchtet. Denn in Deutschland sind Weinbergschnecken nach Anlage 1 zur
Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützt“ und werden auch im Anhang 5 der FFH-Richtlinie der EU genannt. Vor der Unterschutzstellung wurde in Baden-Württemberg das Sammeln der Schnecken durch die Weinbergschneckenverordnung geregelt. Auch in Österreich und der Schweiz stehen die Weinbergschnecken unter Schutz.